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Even Closer – hautnah

Even Closer – hautnah

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Die ersten drei Folgen sind ab 14.02.2021 auf TVNOW verfügbar, die letzten drei Episoden ab dem 21.02.2021. 

TVNOW feiert den Tag der Liebe mit einer erotischen Überraschung und entführt den Zuschauer mit der eigenproduzierten Serie "Even Closer – hautnah" mitten in das Gefühlschaos junger Menschen, die ihren Traum vom Leben auf der Bühne verfolgen – und dabei zwischen Leistungsdruck und Leidenschaft alles aufs Spiel setzen…

Mit der von der UFA Serial Drama produzierten sechsteiligen Serie zeigt TVNOW mehr als im linearen TV häufig möglich ist: Hier wird der Zuschauer mit beeindruckenden Tanzperformances gefesselt und taucht in intimen Szenen mit natürlicher, ästhetischer Erotik tief in das Leben der Figuren ein. Denn: "Tanzen ist wie Sex, nur angezogen", sagt Helga Löbel, die gleichzeitig als Produzentin und Creator fungiert. Die Hauptrollen übernehmen Vivien König, Mareike Zwahr, Maéva Marie Mathilde Roth, Hans Gurbig, Vinzenz Wagner und Lion Wasczyk.

Zum Inhalt

Es knistert in Hamburg! Feli ist neu in der Großstadt und will hier ihren Traum verwirklichen, groß rauszukommen. Doch das, was auf der Bühne hingebungsvolle Arbeit ist, führt zu großen Gefühlen und wilden Affären… Mit ihren Mitbewohnern Lucie (Mareike Zwahr), Klara (Maéva Marie Mathilde Roth), Ben (Hans Gurbig) und Lucies Freund Nils (Vinzenz Wagner) teilt Feli (Vivien König) die Liebe zu Tanz, Gesang und Schauspiel. Wir begleiten sie alle durch ihre Ausbildung an der Stage und erleben, wie hart sie an ihren Träumen arbeiten – und sich gleichzeitig immer wieder davon ablenken lassen. Schon an ihrem ersten Abend in der neuen Stadt macht Feli auf einer Party eine folgenschwere Bekanntschaft: Geheimnisvoll, sexy und unverschämt arrogant, spielt der Unbekannte ein gefährliches Spiel mit ihr… 

Wir sind dabei, wenn Feli, Lucie, Klara, Ben, Nils und auch Jonas (Lion Wasczyk) – der einzige WG-Bewohner, der mit seinem Medizinstudium andere Ziele verfolgt – kleine und große Erfolge inhalieren. Wenn sie ihre ersten großen, tiefen Lieben spüren. Wenn Klara heißen, aber unbedeutenden, Sex genießt, Nils am Boden zerstört ist und wenn Feli klar wird, dass es die eine große Liebe gibt. Wenn sie lieben lernen, es prickelt und sie wahren Gefühlen begegnen… dann sind wir "Even Closer– hautnah".

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Hintergrund

"Even Closer – hautnah" ist eine Produktion der UFA Serial Drama. Produzentin und Creator ist Helga Löbel, Junior Producerin ist Jennifer Gaal. Als Autoren fungierten Julia Meimberg, Kristin Schade, Paul Schwarz, Regisseurin war Raquel Stern, DoP Jens E. Tukiendorf. Unterstützt wurde das Team bei dem Projekt von Erotik-Expertin Paulita Pappel, die als Intimacy Coordinator fungiert. Seitens TVNOW übernimmt Jean-Young Kwak die Redaktion Fiction unter der Bereichsleitung Fiction von Frauke Neeb und Hauke Bartel. Die Dreharbeiten fanden von 5.10. – 02.11.2020 in Hamburg und Berlin statt. Unter anderem drehte das Team in der Hansestadt auf der Reeperbahn und im legendären Moondoo Club, in dem auch schon die Beatles auftraten. Die renommierte "Stage School Hamburg" stand dem Produktionsteam beratend zur Seite.

 

Helga Löbel

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Liebe Helga, worum geht es bei "Even Closer – hautnah"?

In 'Even Closer – hautnah' steht eine Gruppe von Musicalstudenten im Mittelpunkt, die auf die große Bühne und nach ganz oben will. Der Traum ist zum Greifen nah, aber da wo Leidenschaft und Emotionen sich in den Vordergrund drängen, steht plötzlich alles auf dem Spiel. 'Even Closer – hautnah' erzählt klassische Young Adult Themen, wie die Suche nach der eigenen Identität und Sexualität, Freundschaft und die ganz große Liebe. Große Tanz- und Gesangsmomente stehen ästhetischen Sexszenen gegenüber.

Was macht "Even Closer – hautnah" zu einem ganz besonderen Projekt?

Für 'Even Closer – hautnah' wollte ich von Beginn an mit expliziten Sexszenen arbeiten. Mir war wichtig, dass es Programm gibt, in dem Nacktheit und Sexualität einen natürlichen, authentischen Umgang erfahren. Von Anfang an war für mich auch klar, dass dieses Vorhaben nur mit 'full-frontal-nudity' funktioniert. Nur so war für mich ein unaufgeregter, zeitgemäßer Umgang mit Nacktheit möglich – ohne Voyeurismus.
Hinzu kommt, dass 'Even Closer – hautnah' eine Serie aus rein weiblicher Perspektive ist. Von Frauen für Frauen. Das Team bestand zu 80 Prozent aus Frauen, vor allem in den Führungspositionen, in denen Frauen ja noch immer häufig vermisst werden.

Was soll "Even Closer – hautnah" vermitteln?

Sex und Sexualität wird häufig entweder verschämt, utopisch, aus rein männlicher Perspektive oder gar nicht gezeigt. Selten hat das etwas mit der Wirklichkeit zu tun – oder mit weiblichen Perspektiven, Sehnsüchten, Wünschen, Träumen. Das ist nicht einfach nur schade für das weibliche Publikum, es ist auch schlichtweg verantwortungslos. Denn damit wird gerade bei jungen Zuschauerinnen ein Bild davon implementiert, wie sie zu sein haben, wie sie aussehen müssen, wie sie sich bewegen sollten. So können sie nur bedingt eine gesunde Sexualität für sich entwickeln. Wo das hinführt, können wir uns auf den einschlägigen Social Media Plattformen jeden Tag anschauen. 'Even Closer – hautnah' bemüht sich, Träume und Sehnsüchte, aber auch Ängste von Frauen ernst zu nehmen. Da gibt’s dann auch mal unsicheren Sex oder unbefriedigenden oder richtig tollen. So wie das Leben eben ist.

Warum ist TVNOW die perfekte Plattform dafür?

TVNOW hat uns von Anfang an dabei unterstützt, mutig zu sein. Die Frage war nie, ob wir irgendetwas dürfen oder nicht, sondern wie wir es umsetzen. Unsere Redakteurin Jean-Young Kwak war da eine ganz besonders wichtige Sparringspartnerin. Es ging uns allen nie darum, des Effekts wegen explizit zu sein, sondern immer um den natürlichen, ehrlichen Umgang mit dem Thema. 

Neben Themen wie Erotik und Sexualität spielt auch das Tanzen eine zentrale Rolle – warum passt das so gut zusammen?

Als ich das Thema bei TVNOW vorgestellt habe, war mein erster Satz: 'Tanzen ist wie Sex, nur angezogen.' Jeder, der schon mal getanzt hat (und sei es auf einer Party) weiß, wie schnell wir mit Bewegungen und unserem Körper Emotionen ausdrücken können. Dasselbe passiert beim Sex auch. Die Physis und die Emotion verbinden in beiden Themen Menschen – und da wo Menschen verbunden sind, gibt es auch Geschichten zu erzählen. 

Wie kamen Sie überhaupt auf die Idee zu "Even Closer – hautnah"?

Vom Oetinger Verlag wurde mir die E-Book Reihe vor ein paar Jahren vorgestellt. Ich wollte immer schon gerne eine Tanzserie drehen, in der Sinnlichkeit, Erotik, Sex im weitesten Sinne eine Rolle spielen. Als ich die Bücher las, war sofort klar, dass es das ist, wonach ich suchte. Als ich dann die beiden Autorinnen, Tine Körner und Pia Sara, kennenlernen durfte, war das auch ein persönliches Match. Sie hatten genau meine Gedanken verfolgt: aus weiblicher Perspektive, Sehnsüchte und Unsicherheiten in Bezug auf Sexualität zu beschreiben. 

Inwiefern unterscheidet sich die Serie von der Buchvorlage?

Unsere Drehbuchautor*innen haben hier ganze Arbeit geleistet. Julia Meimberg, Kristin Schade und Paul Schwarz haben die Welt und die Figuren der Buchvorlage sorgfältig extrahiert, einzelne Plots genommen und dann mit unglaublich viel Liebe eine tolle Staffel gezaubert. Der wesentliche Unterschied besteht in der Länge. Die Bücher hätten eine Staffel mit sechs Folgen nicht ganz getragen, so durften wir ein bisschen erweitern. Aber viele wesentliche Szenen sind geblieben und ich glaube, dass auch Tine Körner und Pia Sara mit dem Ergebnis happy sein werden. 

Was waren für Sie persönlich die größten Herausforderungen bei dem Format?

TVNOW hat mich mit einem unglaublichen Urvertrauen ausgestattet und mir zugetraut, dass ich das zusammen mit einem tollen Team hinkriegen werde. Trotzdem war immer klar, dass die größte Herausforderung sein wird, starke Schauspieler*innen zu finden, die tanzen und singen können und bereit sind, sich auch auszuziehen. Und zwar ganz. Ich habe immer daran geglaubt, dass wir dieses Ensemble finden werden, aber ob sich das wirklich alles am Ende so ausgeht, weiß man eben auch erst am Drehtag selbst. Die UFA Talentbase hat hier einen Riesenjob gemacht und nach genau diesen wundervollen sechs Menschen gesucht, die nun der Hauptcast von 'Even Closer – hautnah' geworden sind. Am Ende ist es uns gelungen, alle von unserem Format zu überzeugen und uns zu vertrauen. Raquel Stern, unsere Regisseurin, hat an den richtigen Stellen den Freiraum gelassen und für wunderbare Momente gesorgt.

Was hat die Arbeit an dem Format bei Ihnen verändert?

Das ist eine super Frage! Ich erzähle mal eine kleine Anekdote: Als ich anfing mit meinem Team für das Format zu recherchieren, mussten wir in der UFA erst einmal sehr lange Diskussionen mit der IT führen, wie wir mit unseren Laptops jetzt auch auf explizite Webseiten, zum Beispiel der von Paulita, unserer Intimacy Coordination, zugreifen können. Allein die Anrufe bei der IT mit den Erklärungsversuchen unsererseits – das war bizarr. Aber mit jedem Anruf wurde klarer, dass genau das das Problem ist. Und natürlich kam irgendwann der Zeitpunkt wo ich gemeinsam mit Paulita, Raquel und den Kolleginnen Hannah Riehm (Maske) und Ramona Petersen (Kostüm) mit dem Cast ganz klar über Körperbehaarung, Zyklustermine usw. sprechen musste. Für Folge 4 musste eine Kollegin sich um originale Pornografie-Aufnahmen von einem Paar kümmern. Na klar, ist das nicht üblich – aber ich glaube, dass ich jetzt viel sensibler, respektvoller, aber auch deutlich lockerer mit dem Thema umgehe. Wenn uns bei einem unserer Gespräche doch mal ein Außenstehender zugehört hat, führte das immer wieder zu Verwunderung und auch Lachern. Denn es wird ja auch sehr schnell technisch. Wer fasst wen wo an und wer kann wie einen Orgasmus haben? Ich würde sagen, dazu könnte ich jetzt sehr entspannt Besprechungen führen (lacht).

Wie liefen die Dreharbeiten in Zeiten von Corona ab? Nähe spielt in dem Format ja eine besondere Rolle.

Leider war das unser täglicher Begleiter und wir haben sehr viel Geld und sehr viel Arbeitszeit in dieses Thema stecken müssen. Der Cast musste in Quarantäne und wohnte für die gesamte Drehzeit zusammen ohne Außenkontakte. Innerhalb des Teams gab es verschiedene Cluster und Szenarien für den Ernstfall. Und immer wieder testen, testen, testen, Abstand, Hygiene und Maske. Wir konnten die Produktion ohne einen Positiv-Test beenden, was den Bemühungen und besonderen Anstrengungen des gesamten Teams und vor allem Produktionsleiter Marc Waterkamp gar nicht hoch genug anzurechnen ist. 

Bei "Even Closer – hautnah" sehen wir vor allem junge Schauspieler. Was macht sie für ihre Rollen besonders aus?

Diese sechs haben sich gesucht und gefunden. Sie waren von Beginn an ein echtes Match und, soweit ich weiß, sind sie das über die Drehzeit hinaus auch geblieben. Neben dem Talent, das sie alle mitbringen, haben sie von Anfang an eine unfassbare Energie in das Projekt gesteckt. Ein Castmitglied musste tanzen lernen und hat sich da so rein gestürzt, dass es nun nur noch Profis auffällt. Andere mussten Pole Dance lernen – und da bekommt man richtig blaue Flecken. Egal wie lang die Tage waren, egal wie müde sie waren, sie haben immer alles gegeben und einfach abgeliefert. Das ist bei so einem Pensum keine Selbstverständlichkeit und ich hoffe sehr, dass sie auf sich selbst ganz stolz sind, wenn sie das Ergebnis endlich sehen können. 

Gab es auch skurrile / lustige Momente am Set?

Na klar, jede Menge sogar. Schon am ersten Drehtag wurden in einer Szene Austern gegessen – bzw. sollten gegessen werden. Die flutschten dann so durchs Restaurant. Als wir in Hamburg am Ufer drehten, stand der Regen waagerecht und alle Berliner wunderten sich, warum sie nur auf einer Seite nass waren. Und beim Dreh auf der Reeperbahn halfen uns Securities, damit wir da unbeschadet durchkamen. Es war ein anstrengender und herausfordernder Dreh, aber wir haben uns die Laune nie verderben lassen.

Wer muss sich zum Ausstrahlungsstart am 14. Februar unbedingt die ersten drei Folgen von "Even Closer – hautnah" anschauen?

Natürlich alle! Aber vor allem alle Frauen. Dies ist Programm von Frauen für Frauen. Programm, das Lust auf mehr macht, das unterhält und das einmalig explizit ist. Also ich würde reinklicken (grinst).

Paulita Pappel

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Intimacy Coordinator Paulita Pappel stand Produzentin Helga Löbel beratend zur Seite, vor allem wenn es darum ging, Themen wie Sexualität, Leidenschaft etc. selbstverständlich und natürlich zu erzählen und damit "normal" umzugehen. Paulita Pappel ist Mitgründerin der Online-Plattform Lustery.com, auf der Paare selbstgedrehte Porno-Clips hochladen können.
Ihre Rolle bei "Even Closer – hautnah" als Intimacy Coordinator war in der Umsetzung der Sexszenen mit den jungen Schauspielern der Schlüssel zur expliziten Darstellung. Dabei stand das Thema "weibliche Perspektive" immer im Fokus.

Liebe Paulita, als Intimacy Coordinator waren Sie bei "Even Closer – hautnah" beratend tätig. Wie kann man sich deine Arbeit am Set vorstellen?

Die Arbeit begann eigentlich schon vor dem Dreh – in Gesprächen mit der Produzentin, der Regisseurin Raquel T. Stern und dem Cast wurden die Szenen erarbeitet und geprobt. Dabei haben wir genau besprochen, wer was wann macht und die Sexszenen richtig choreografiert – somit gab es für alle Beteiligten eine große Transparenz darüber, was in der Szene genau geschieht. Das war wichtig für das Vertrauen vor allem bei den Schauspieler*innen. Die Arbeit ähnelt im Grunde der einer Choreografin. 

Wie kam es dazu, dass Sie bei dem Projekt dabei sind?

Die UFA Serial Drama hat eine sehr gute Recherchearbeit gemacht und ist dabei auf die alternative Pornoszene aufmerksam geworden. Darüber sind wir in Kontakt gekommen. Mir gefiel von Beginn an das Konzept dieser einzigartigen Serie und Helga Löbels Vision, Sexualität authentisch darzustellen und dabei in einer klassischen Serie explizit werden zu können. Da wollte ich unbedingt dabei sein. 

Die Darsteller kommen sich in dem Format ausgesprochen nah – wie nah wirklich? Haben sie wirklich Sex vor der Kamera?

(lacht) Die Sexszenen sind alle simulierter Sex. Das ist genau der Unterschied zur Pornografie. Es ist eine Darstellung von Sex, aber nicht die Realität. Um die Szenen dennoch authentisch aussehen zu lassen, haben wir vor allem die sonst üblichen visuellen Grenzen überschritten. Wir hatten keine Angst vor 'full frontal nudity' und auch Türrahmen, Handtücher, Bettlaken, etc. waren nicht immer genau im Bild. Der gemeinsam erarbeitete Rahmen mit dem Cast hat so viel Vertrauen ermöglicht, dass wir weitergehen konnten als sonst. Alle Berührungen, Küsse, etc. sind natürlich wirklich passiert. 

Die Schauspieler sind alle sehr jung. Wie war es für Sie, mit ihnen zusammenzuarbeiten und ihnen den natürlichen Umgang mit Themen wie Sexualität und Leidenschaft näher zu bringen?

In Deutschland ist es häufig gar nicht üblich, dass Sexszenen mit so viel Sorgfalt durch Intimacy Coordination vorbereitet werden. Oftmals werden die Schauspieler damit allein gelassen. Insofern gab es hier eine große Offenheit und viel positive Neugier mir gegenüber, so dass die Arbeit mit dem Cast von Beginn an unglaublich viel Spaß gemacht hat. 

Wie "natürlich" war ihr Umgang damit schon vorher? Mussten Sie ihnen viel "beibringen"?

Wir haben zuerst viel über 'consent' und Kommunikation gesprochen und dazu auch Übungen gemacht. Als Beispiel wird die einfache Frage gestellt: 'Darf ich deine Hand anfassen?' Eigentlich ist es selbstverständlich, dass man die Antwort abwartet und dann erst handelt. Im Eifer des Gefechts zeigt sich in der Praxis dann aber doch häufig, dass es gar nicht so umgesetzt wird. Bei der Hand ist das vielleicht noch ok, aber bei der Brust z.B. wird da schon eher die Intimsphäre verletzt. Natürlich habe ich auch viele Tipps und Tricks vermittelt, wie man bestimmte Emotionen in authentische Handlung umsetzt. Leidenschaft kann über ein starkes Zupacken z.B. authentischer dargestellt werden als mit übertriebenem Stöhnen. So etwas lernen Schauspieler nicht zwingend, dafür gibt’s dann mich (lacht). 

Gab es einen Schauspieler / eine Schauspielerin, der / die Sie besonders überrascht oder überzeugt hat?

Ich war beeindruckt, wie viel Energie alle Schauspieler in die Serie gesteckt haben und wie professionell sie gearbeitet haben. Sie haben alle eine extrem starke persönliche Motivation mitgebracht, das Beste für die Szenen rauszuholen und sich über die Maßen eingebracht. Das war schon toll und sehr besonders. 

Gab es auch skurrile / lustige Momente am Set?

Mareike Zwahr, die die Lucie spielt und Vinzenz Wagner, der Nils spielt, hatten eine besonders leidenschaftliche Szene in einem Lagerraum für Sportgeräte. Die beiden hatten sich so gut vorbereitet und waren so in der Szene drin, dass Mareike sich zuerst den Kopf gestoßen hat und dann alle Bälle vom Regal gefallen sind. Das war sehr witzig. 

Wie war es für Sie, in diese Produktion involviert zu sein? Waren Sie vorher bereits in TV- und / oder Streaming-Projekte involviert?

Es war eine tolle Erfahrung. Bis jetzt war ich eher im Spielfilmbereich tätig. Ich bin unfassbar begeistert von der Professionalität und der Qualität dieser UFA Serial Drama-Produktion.

Ihre Plattform möchte sich von utopischen Vorstellungen, die manch einer dank Hollywoodfilmen o.Ä. von seinem Liebesleben hat, abgrenzen. Woran sollte man sich stattdessen orientieren?

Sexualität ist etwas sehr Individuelles. Jeder lebt es auf unterschiedliche Art und Weise aus. Mir und uns ist die Vielfalt der Repräsentation von Körper, Sexualität und Sexualpraktiken wichtig. Je verschiedener die Bilder sind, die wir zeigen und gezeigt bekommen, umso freier kann jeder seine eigene Sexualität ausleben. 

Neben Themen wie Erotik und Sexualität spielt auch das Tanzen eine zentrale Rolle – warum passt das so gut zusammen?

Ich zitiere hier gern Helga Löbel, die immer sagte: 'Tanzen ist Sex, nur angezogen' (lacht). Die physische Intensität beim Tanzen und beim Sex ähnelt sich aber durchaus. In beiden Fällen drücken wir Emotionen mit dem Körper aus. Deswegen passen genau diese beiden Themen sehr gut zusammen. 

Worauf steht eine Person, die sich beruflich so viel mit dem Thema Liebesleben auseinandersetzt, denn eigentlich privat?

Soll ich ehrlich sein? (lacht) Persönlich stehe ich auf Hardcore BDSM. Da ist zum Beispiel eine gute Kommunikation absolute Voraussetzung für erfolgreichen Sex. Aber das ist ja auch in allen anderen Lebensbereichen wichtig.

Vivien König ("Im Wald. Ein Taunuskrimi", "Take off your clothes") spielt Feli Merten

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Feli (von Felicitas) ist das Bambi der WG: Ätherisch, zurückhaltend, mit großen braunen Augen, merkt man ihr die Kleinstadt, aus der sie kommt, noch ein bisschen an. Feli ist behütet groß geworden und träumt schon lange davon, endlich aus dem piefigen Karlsruhe raus zu kommen. Endlich auf die STAGE, ins coole Hamburg! Endlich loslegen mit dem großen Abenteuer! Sie merkt allerdings schnell, dass ihr neues Leben auch eine krasse Herausforderung ist, die alles auf die Probe stellt, wer sie ist und woran sie glaubt.   

Feli hat schon als kleines Mädchen in der ersten Reihe im "König der Löwen" gesessen und sich auf die Musical-Bühne geträumt. In Rollen zu schlüpfen, die Zuschauer zu verzaubern und mit auf die Reise in eine andere Welt zu nehmen, das ist es, was Feli will. Mit Tanz ihre wahren Gefühle ausdrücken. Etwas von sich zeigen, das sie mit Sprache niemals könnte. Feli hat hart für den Platz an der STAGE gekämpft und ist bereit, alles zu geben. Ihr war klar, dass es nicht leicht wird. Aber wie knallhart die Bandagen hier wirklich sind, davon wird sie eiskalt überrannt. Hat sie überhaupt eine Chance unter diesen extrovertierten Rampensäuen, die alles dafür tun, um ganz nach oben zu kommen? Feli fehlen die Ellbogen und der Egoismus, sich rücksichtslos gegen andere durchzusetzen. Sie muss sich fragen, wie weit sie bereit ist, für den Erfolg zu gehen und anfangs sieht es so aus, als ob sie an der STAGE nicht lange überleben würde. 

Doch hinter Felis sanfter Bambi-Fassade schlägt das Herz einer Kämpferin. Egal, wie oft sie sich selbst in Frage stellt, am Ende weiß sie sehr genau, wer sie ist und was sie will. Sie wächst und erfindet sich neu, wird stärker und mutiger – aber sie lässt sich nicht verbiegen. Kann sein, dass Dinge wie Ehrlichkeit oder Freundschaft für andere spießig oder abgedroschen klingen. Feli glaubt daran. 

Anfangs ist sie überrascht vom freizügigen Umgang mit Nacktheit und Sex an der STAGE und bei ihren Mitbewohnern. Nicht dass sie prüde ist, aber wie Klara sich durch ihre Tinder-Dates vögelt, das ist schon krass. Doch auch wenn Feli immer noch rot anläuft vor Peinlichkeit, wenn ihre Mitbewohner mal wieder nackt durch die WG stolzieren, eigentlich bewundert sie sie dafür, so entspannt und selbstbewusst mit ihren Körpern umzugehen. Bei sich selber müsste sie daran noch arbeiten, wenn sie wirklich wollte. Aber will sie das? 

Feli glaubt an die Liebe. An den Einen. Für immer. Und dann kommt Ben! Schon bei ihrer ersten Begegnung reißt er Feli den Boden unter den Füßen weg. Nie hätte sie gedacht, dass sie von einem Balkon springen würde, weil ein fremder Typ sie dazu auffordert. Doch sie tut es. Feli lässt sich auf das Abenteuer ein – und wird eiskalt überrascht, als er sie einfach stehen lässt. Ben zieht Feli in einen Strudel widerstreitender Gefühle: Der arrogante, selbstverliebte Arsch regt sie tierisch auf - und macht sie gleichzeitig sowas von an. Mit ihm ist es ganz anders als in ihren Träumen von der Liebe. Dunkler, erotischer, gefährlicher. Es fühlt sich verboten an – und gleichzeitig so unfassbar gut! Irgendwas an Ben lässt ihren Verstand aussetzen, wenn sie ihm zu nahekommt. Doch Feli kann auch nicht auf Abstand bleiben...

 

Mareike Zwahr ("Julka & Julie", "Abikalypse") spielt Lucie Stassen

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Als Lucie nach Hamburg kam, wusste sie genau, was sie will vom Leben: Das Lehramtsstudium durchziehen, ihre große Liebe Nils heiraten – Kleid, Kirche, Kutsche, alles in weiß und für immer – und dann ein ruhiges und sicheres Dasein wie ihre Eltern. Doch dann kam ein Aushang an der STAGE dazwischen: "Einladung zur Aufnahmeprüfung". Und Lucie, die tanzt, seit sie ein kleines Mädchen war, hat die erste spontane Entscheidung ihres Lebens getroffen und vorgetanzt. Einfach so. Nie hätte sie gedacht, dass sie sowas macht und schon gar nicht, dass sie eine Chance hat. Als die Zusage kam und Lucie sogar das Begabtenstipendium bekommen hat, ist sie vor Freude und Stolz fast durchgedreht. 

Und hat erst dann realisiert, dass sie ein Problem hat: Lucie will auf die STAGE! Unbedingt! Ist aber andererseits viel zu konfliktscheu, um ihren Eltern zu sagen, dass sie das Lehramt schmeißt. Lucie weiß genau, dass die ein Tanz-Studium niemals gutheißen würden. Viel zu viel Risiko! Statt also konsequent eine Entscheidung zu treffen, lügt Lucie ihre Eltern an und führt ein "Doppelleben": Sie versucht, das Unschaffbare zu schaffen und beide Studien parallel durchzuziehen. Büffelt die Nächte in der Bibliothek und knüppelt sich durch die harten Trainingstage an der STAGE. Hält den immer größer werdenden Druck aus. Das schlechte Gewissen, ihre Eltern anzulügen und deren Geld für das falsche Studium auszugeben. Und hofft, dass ihr eines Tages die Entscheidung irgendwie abgenommen wird. 

Nur wenn Lucie tanzt, fühlt sie sich frei. Von den Erwartungen der anderen. Dem Druck, es immer allen recht machen zu wollen. Auch wenn sie klein ist und ihr Körper eher athletisch als ballerinenhaft, mit ihrer Power hat Lucie einen unverwechselbaren Stil. Kein Wunder, dass sie bei der Aufnahmeprüfung die Konkurrenz hinter sich gelassen hat. Lucie könnte locker eine der Besten an der STAGE sein. Doch weil sie sich nicht traut, sich ganz für ihren Traum zu entscheiden, ziehen andere an ihr vorbei. Als Coach Anthony Lucie die knallharte Ansage macht, dass er von einer Stipendiatin mehr erwartet, als immer zu spät kommen und Mittelfeld zu tanzen, steigt der Druck. 

Mit Nils ist Lucie schon lange zusammen. Er ist auch auf der STAGE und unterstützt sie bedingungslos. Die Frage, was der sweete Typ ausgerechnet von Lucie will, ist eines der beliebtesten Tratsch-Themen in der Umkleide. Doch Nils hat nur Augen für Lucie. Überhaupt ist Nils perfekt. Immer hat Lucie gedacht, dass er für sie THE ONE ist. Aber wenn sie ganz ehrlich zu sich selber ist, muss sie sich eingestehen, dass sie Nils nicht mehr so liebt wie früher. Dass seine Nähe sie einengt. Aber Nils ist ihr sicherer Hafen und Lucie traut sich nicht, diese Sicherheit gegen Unbekanntes einzutauschen. 

Ihr bester Freund Ben muss Lucie nur einmal in die Augen gucken und weiß, was in ihr vorgeht. Wie lange will sie sich, ihren Eltern und Nils eigentlich noch was vormachen?! Wann fängt sie endlich an, drauf zu scheißen, was andere sagen und ihr Ding durchzuziehen? Lucie weiß, dass Ben Recht hat. Dass sie anfangen muss, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen...

 

Maéva Marie Mathilde Roth ("Queens"," Alba") spielt Klara Ludwig

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Klara fällt auf. Das weiß sie – und genau so will sie sein: Eine beeindruckende Erscheinung. Selbstbewusst. Outgoing, laut, tough und exzentrisch. Ein Hammer-Body und eine sexy Ausstrahlung. Klara ist die beste Tänzerin an der STAGE. Allen ist klar, dass sie mal die ganz große Karriere machen wird. 

Klara weiß genau, was sie will: Die Beste sein. Dafür ist sie bereit, alles zu geben. Sie trainiert bis zum Umfallen – vor der Trainings-Schinderei an der STAGE zieht sie jeden Tag morgens um fünf noch eine private Trainingssession an der Pole-Dance-Stange oder im Fitnessflur in der WG durch – lernt jeden Songtext in Rekordzeit und übernachtet, wenn es sein muss, auf den Gängen der STAGE, um morgens die erste in der Probe zu sein. Klara weiß aber auch, dass man allein mit Arsch-aufreißen nicht ganz nach oben kommt. Dafür muss man auch bereit sein, die Konkurrenz mit harten Bandagen auszuschalten. Skrupel kann sie sich da nicht leisten. 

Klaras Mutter, eine gefeierte Prima Ballerina, hat sie schon von klein auf zu Höchstleistungen angetrieben. Von ihr hat sie gelernt, dass sie nur dann geliebt wird, wenn sie die Beste ist. Auf der Bühne im Spotlight zu stehen, die bewundernden Blicke des Publikums zu spüren und den Applaus zu hören, das ist der Moment, der Klara alles bedeutet. Niederlagen passen einfach nicht zu ihr. Als sie sich verletzt und eine andere Tänzerin – ausgerechnet Feli – an ihr vorbeizieht, kennt Klara nur eine einzige Antwort darauf: Noch härter fighten. Gegen den eigenen Körper. Gegen andere. Und ist dabei bereit, über Grenzen zu gehen… 

Kein Wunder, dass die meisten auf der STAGE Klara für eine egoistische Bitch halten. Die Leute in der WG kennen aber auch ihre coole Seite: Klara ist witzig, angstfrei und macht jeden Unsinn mit. So hart, wie sie trainiert, so wild kann Klara auch feiern. Die Nächte mit ihr auf der Reeperbahn sind lang und legendär, der Alkohol hart. Und ihre coolen Sprüche mischen jeden Laden auf. Die WGler wissen, dass man mit Klara viel Spaß haben kann. Und dass hinter ihrem provokanten Auftritt am Ende doch jemand steckt, für den seine Freunde zählen. 

Klara hat ein extrem entspanntes Verhältnis zu ihrem Körper – kein Wunder, so wie sie aussieht. Einmal komplett nackt durch die WG? Für Klara kein Problem, egal, wer da grad am Tisch sitzt. Sie ist stolz auf ihre Figur und zeigt gern, was sie hat. Steckt ja genug Arbeit drin. 

Klara steht nicht auf Beziehungen. Liebe? Hat sie keine Zeit für. Ohne Sex könnte sie allerdings nicht leben. Aber dafür gibt’s ja zum Glück Tinder. Nicht, dass Klara Dating-Hilfe bräuchte. Die Typen laufen ihr auch so in Scharen nach. Nur leider wird man die dann auch nicht so schnell wieder los. Die klare Verabredung ‚einmal heißer Sex und dann tschüss‘ ist da viel stressfreier. Doch irgendwann küsst Klara aus einer Laune heraus Lucie – und das fühlt sich plötzlich ganz anders an...

Hans Gurbig ("Alles oder Nichts", "Realive") spielt Ben Karlström

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Ben auf den ersten Blick: Cool, arrogant, provokant und vor allem maximal attraktiv. Was er weiß und gnadenlos ausnutzt, indem er reihenweise Mädels flachlegt. Dafür muss er sich gar nicht groß anstrengen, bei seinem Look kommen sie von ganz allein. Ben will keine Bindung, keine Verantwortung. Er steht auf Abenteuer, Abwechslung, Verführung. Möglichst schnell und möglichst hot. Dabei von One-Night-Stands zu sprechen, wäre übertrieben. Wer braucht für heißen Sex schon die ganze Nacht?! 

Ben weiß, was er vom Leben will: Spaß. Keinen Stress. Freiheit und Unabhängigkeit. Er ist reich, aber einsam groß geworden. Die Eltern früh getrennt, die Mutter irgendwo in der Welt verschwunden, ist er bei seinem Vater geblieben, der seinem Sohn jede Menge Kohle, dafür aber wenig Zeit gewidmet hat. Bens Vater ist mittlerweile nach Schweden gezogen, hat Ben aber die große Altbauwohnung im Hamburger Zentrum überlassen, in der er und die anderen als WG leben. Warum WG? Ben würde sagen, weil’s mehr Fun ist. In Wahrheit aber hat er sich so eine Art Ersatz-Familie zusammengesucht. 

Bens einzig wirklich naher Mensch ist Lucie, seine beste Freundin seit dem Kindergarten. Ihre Freundschaft gehört zu den wenigen Dingen, die Ben heilig sind. Ehrensache, dass zwischen ihnen nie was gelaufen ist. Bei Lucie kann Ben seine sensible, verletzliche und fürsorgliche Seite zeigen. Nur sie kennt seine heimlich geschriebenen Songs mit den deutschen Texten, in denen er ehrlich über seine Gefühle singt. Lucie weiß, dass Bens Arschloch-Fassade nur ein Schutzschild ist, hinter dem er seine Einsamkeit zu verbergen versucht. 

Die andere Sache, die Ben wirklich etwas bedeutet, ist die STAGE. Er ist im zweiten Jahr auf der Schule und einer der besten Tänzer. Ben steht auf HipHop, kann aber Ballett und Contemporary genauso. Gern macht er das allerdings nicht, weil er da emotional die Hosen runterlassen muss. Ben muss eine Choreo fühlen, um sie tanzen zu können. Wenn er sich der Musik ganz überlässt, dann entstehen die Bewegungen einfach in seinem Körper, ohne dass er nachdenken muss. Der Druck und der beinharte Konkurrenzkampf, der den anderen STAGE-Schülern so zusetzt, scheinen an Ben einfach abzuprallen. Klar will er auch die großen Rollen. Aber vor allem geht es Ben darum, beim Tanzen sich selber und die Musik zu fühlen. 

Als Ben Feli trifft, ist sie zunächst eins von vielen Mädchen, mit denen er an diesem Abend flirtet. Mit ihren großen, dunklen Augen und ihrer sensiblen, irgendwie ernsthaften Art die Reinkarnation seines Beuteschemas. Warum er sie zuerst Anna nennt? Keine Ahnung. Weil’s Spaß macht, Bambi zu schocken. Doch als Ben Felis Zweifel spürt und errät, dass sie noch Jungfrau ist, will er sie plötzlich beschützen und zieht sich zurück. Sie würde immer mehr wollen als er. Doch wenn Ben ehrlich ist, hat Feli ihn tiefer berührt, als er zugeben will. Irgendwas an ihr fühlt sich an, als ob sie das Zuhause sein könnte, das er schon so lange sucht. Und das macht ihm eine Heidenangst...

Vinzenz Wagner ("Rise Up! and Dance", "Lifelines") spielt Nils Faller

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Nils ist Meisterschüler an der STAGE. Einer der besten Tänzer, der selber als Lehrer Stunden für Externe gibt. Nils‘ Kurse sind meist brechend voll mit Tänzerinnen, die den durchtrainierten Beau gnadenlos anmachen, obwohl sie wissen, dass er mit Lucie zusammen ist. So zimperlich sind die meisten an der Stage da nicht. Viel eher wundern sie sich, warum Nils seiner Lucie so eisern treu bleibt... 

Hinter Nils‘ coolen Moves und seiner gutaussehenden Tänzer-Fassade steckt ein Kontrollfreak. Nichts an seiner Karriere überlässt er dem Zufall. "Go with the flow", einfach mal was laufen zu lassen, Freestyle – für Nils der reine Horror. Dahinter steckt seine Angst, nicht gut genug zu sein. Auf der STAGE, inmitten der ganzen selbstverliebten Alphatiere, würde er untergehen, wenn er nicht jeden Move, jeden Takt hundertfach abzirkeln und absichern würde. Auch wenn die anderen Schüler Nils Streber nennen, unbeliebt ist er trotzdem nicht. Dazu bietet er einfach zu wenig Angriffsfläche. 

Nils ist mindestens so konfliktscheu und sicherheitsbewusst wie Lucie. Probleme lächelt er weg, Konflikte deckt er zu. Nils ist es am liebsten, wenn er alle mit einem "Das wird schon wieder" beruhigen kann. Viel mehr sagt er oft nicht, weil er weiß, dass dann die Fassade bröckeln könnte. Und die ist ihm sehr wichtig. Mit Lucie will er ein echtes Powercouple an der STAGE sein und dafür muss man manchmal auch Dinge unter den Teppich kehren. 

Nils liebt Lucie. Auf seine Art. Die viel damit zu tun hat, dass er auch sie in gewisser Weise kontrollieren kann. Für Nils ist klar, dass Lucie zu ihm gehört und dass das mit ihnen mindestens für immer ist. In letzter Zeit spürt er allerdings, wie sie sich immer weiter von ihm entfernt. Statt aber seine Ängste, Lucie zu verlieren, anzusprechen, macht Nils das Gleiche wie immer: Er deckt sie zu. Mit einem "romantischen" Heiratsantrag in aller Öffentlichkeit. Eine emotionale Erpressung, die zunächst zu funktionieren scheint: Lucie sagt Ja...

 

Lion Wasczyk ("Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei", " Saphirblau") spielt Jonas Schönbrunn

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Jonas ist der perfekte Typ: Attraktiv, sexy, smart und charming. Dabei hilfsbereit und ein wirklich guter Kumpel. Um das noch zu toppen: Jonas studiert Medizin und keiner seiner Dozenten zweifelt daran, dass er super Aussichten hat, mal Deutschlands jüngster Chefarzt zu werden.

Vorerst wohnt er aber noch in der WG mit Lucie, Ben, Klara und seit Kurzem Feli. Lauter crazy Künstler, süchtig nach Aufmerksamkeit – und mitten im Chaos ein entspannt lächelnder Jonas, der kein Problem damit hat, den anderen die Bühne zu lassen. Jonas weiß, wer er ist. Sein Selbstbewusstsein hat es nicht nötig, sich in den Vordergrund zu drängen. 

Als Arzt hat er ein mindestens so entspanntes Verhältnis zur Nacktheit wie Klara und kein Problem damit, seinen Body zu zeigen. Jonas ist Sportfanatiker – Jiu-Jitsu mit schwarzem Gürtel – und extrem gesundheitsbewusst. Er raucht nicht und trinkt nicht – "Habt ihr ‘ne Ahnung, was der Alkohol in Euren Gehirnzellen anrichtet?!" – ist aber kein Moralapostel und mixt die Drinks für die anderen oder schmeißt ‘ne Runde, wenn sie auf großer Reeperbahn-Tour sind. Auch wenn Jonas mit non alcoholics happy ist, er weiß, wie man Partys feiert. Und spätestens, wenn der Morgen graut, sind alle dankbar, dass er dabei ist. Dann ist er nämlich derjenige, der sie trotz heftigen Pegels sicher nach Hause bringt. 

Überhaupt ist Jonas ein Kümmerer. Das mit dem ärztlichen Eid zieht er auch privat durch und ist für seine Freunde da, wenn sie Hilfe brauchen. Das Problem: Jonas neigt dazu, Probleme alleine lösen zu wollen. Weil er glaubt, dass er das muss und dass er die Dinge schon regeln wird. Als er Klaras Schmerzmittelsucht erkennt, erzählt er niemandem davon und versucht, ihr ganz allein zu helfen. Er merkt zu spät, dass er Klara damit nur immer tiefer in die Sucht treibt... 

Das Einzige, was in Jonas‘ Leben fehlt, ist Liebe. Er ist ein Beziehungsmensch und seit einer schmerzhaften Trennung vor ein paar Monaten Single. Als Feli in der WG auftaucht, haben die beiden von Anfang an einen Draht zueinander. Und auch wenn Jonas spürt, dass da irgendwas läuft zwischen Ben und Feli, verliebt er sich in sie. Er weiß, dass er der Richtige für sie ist. Jetzt muss das nur noch Feli erkennen...  

Folge 1

Bei einer Party lässt Feli sich auf einen sexy Unbekannten ein und wird stehen gelassen. Ihre erste Stunde an der Stage fängt nicht besser an, doch später ergattert sie bei zwei Mitschülerinnen, Klara und Lucie, ein Zimmer in der WG. Die Drei sowie Mitbewohner Jonas gehen abends aus, wo Lucies Freund Nils ihr einen Heiratsantrag macht. Heimtorkelnd, verknackst Klara sich den Fuß und morgens steht der 5. Mitbewohner vor Feli: der sexy Unbekannte.

Folge 2

Lucie struggelt mit der Doppelbelastung von Lehramtstudium und Stage von der ihre Eltern nichts wissen. An der Stage beginnt der Konkurrenzkampf – Klara und Feli tanzen um die Hauptrolle bei der Abschluss-Show. Trotz ärztlichen Rats ignoriert Klara ihre Schmerzen. Feli macht sich Hoffnungen bei Ben doch diese zerplatzen als er einen One-Night-Stand nach Hause bringt. Lucies Zweifel an der Hochzeit werden deutlicher und holen sie nachts ein.

Folge 3

Bei dem Table Dance Abend mit Heimatbesuch und WG versucht Feli Ben zu vergessen. Als ihr Flirt übergriffig wird, retten Jonas und Ben sie. Lucie will sich selbst beweisen, dass sie trotz Hochzeit noch Spaß haben kann und küsst Klara. Klara lenkt sich von ihrem Schmerz ab und hat unkomplizierten Sex. Die Konkurrenz zwischen Feli und Klara gipfelt in einen Zweier-Recall. Mit unfairen Verhalten gewinnt Klara schließlich die Hauptrolle.

Folge 4

Ben verbringt unverhofft einen schönen Tag mit Feli als er von seinem Vater versetzt wird. Nach kurzer Euphorie wird Lucie wieder von ihren Zweifeln übermannt und es kommt zum Streit mit Nils. Beim Porno-Karaoke gelingt es Ben, Frieden zwischen Klara und Feli zu stiften und Klara muss einsehen, dass sie ein echtes Problem mit dem Knöchel und den Tabletten hat. Bei einer nächtlichen Begegnung in der Küche, kommen sich Ben und Feli körperlich näher

Folge 5

Unter den Schmerzen beginnt Klara Fehler zu machen und verliert die Hauptrolle an Feli. Als Lucie mit Ben über ihre Probleme spricht, versucht sie Ben zu küssen. Auf Klara wirkt die Momentaufnahme als wäre mehr zwischen den beiden passiert und frustriert von ihrer Situation, lässt sie beim WG-Video-Abend die Bombe platzen: Lucie und Ben hätten miteinander geschlafen. Nils beendet geschockt die Beziehung. Doch nicht nur er ist geschockt.

Folge 6

Nach einem Streit zwischen Feli und Ben bei der Generalprobe, erklärt Jonas Feli, dass Lucie und Ben gar nicht miteinander geschlafen haben. Währenddessen lässt Nils Lucie während der Probe fallen, so dass sie am Abend nicht auftreten kann. Beieinander Trost suchend, kommt es zwischen Klara und Lucie zum Sex. Euphorisiert vom Kuss und dem perfekten Abschluss-Tanz mit Ben, bricht Felis Welt zusammen als Ben eine Andere vor ihren Augen abschleppt.

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