ab So., 05.09. auf TVNOW
Gott, du kannst ein Arsch sein!

Gott, du kannst ein Arsch sein!

Mit Sinje Irslinger, Max Hubacher, Heike Makatsch, Til Schweiger, Jürgen Vogel, Jasmin Gerat, Benno Fürmann u.v.m. Regie: André Erkau Drehbuch: Katja Kittendorf und Tommy Wosch Produzent: Tommy Wosch

Eine UFA FICTION Produktion in Zusammenarbeit mit RTL

Gefördert durch Film- und Medienstiftung NRW, FFF Bayern, FFA sowie dem DFFF

 

Steffis (Sinje Irslinger) Leben könnte nicht schöner sein: Sie ist jung, hat einen tollen Freund, den Schulabschluss in der Tasche und eine Ausbildungsstelle in Aussicht. Die Abschlussfahrt soll nach Paris gehen. Doch dann erhält die 16-Jährige unerwartet eine niederschmetternde Diagnose: Ihr bleibt nicht mehr viel Zeit zum Leben. Der Bus nach Paris fährt ohne sie… Genau jetzt tritt Zirkusartist Steve in Steffis Leben. Er hat einen Führerschein und bietet an, sie kurzerhand nach Paris zu fahren. Mit geklautem Auto, ohne Geld und verfolgt von den besorgten Eltern (Til Schweiger und Heike Makatsch) brechen die beiden zu einem einzigartigen Roadtrip auf. Im Nordseewind fliegen, auf Kühen reiten, oder Snowboardfahren im Hochsommer – angetrieben von unbändiger Lebenslust stürzt sich Steffi in ein unglaubliches Abenteuer.

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Pressenotiz

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GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! ist eine bildgewaltige Liebeserklärung an das Leben. Inspiriert vom gleichnamigen Buch mit der wahren Geschichte von Stefanie Pape, aufgeschrieben von Frank Pape, erzählt der Film von einer zutiefst bewegenden, tragikomischen Reise. GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! ist eine Produktion der UFA FICTION in Zusammenarbeit mit RTL, gefördert durch die Filmund Medienstiftung NRW, die Filmförderungsanstalt FFA, den FilmFernsehFonds Bayern und den Deutschen Filmförderfonds DFFF. GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! wird produziert von Tommy Wosch („Beck is back!“), der gemeinsam mit Katja Kittendorf das Drehbuch verfasst hat. Regie führt André Erkau („Das Leben ist nichts für Feiglinge“, „Happy Burnout“). Executive Producer sind Philipp Steffens und Sylke Poensgen (RTL).

Inhalt

Die Indianer sagen, es gibt vier Stufen von Liebe. Die erste Stufe ist die Liebe zu unseren Mitmenschen. Die zweite Stufe der Liebe ist die Liebe zu einem bestimmten Menschen. Die dritte zu einem bestimmten Menschen mit der Intention, ihn besitzen und für immer behalten zu wollen. Und die vierte Stufe ist, einen Menschen so unendlich lieben zu können, dass wir nur noch wollen, dass es ihm gut geht und er glücklich ist, ganz egal, welche Rolle wir dabei spielen.“ (Tammys Brief)

Bei der Abschlussparty der Theodor-Fontane-Realschule herrscht ausgelassene Stimmung auf der Tanzfläche. Steffis Eltern Frank (Til Schweiger) und Eva (Heike Makatsch) sind stolz auf ihre Tochter, die nun ihren Abschluss in der Tasche hat und sich ihren Berufswunsch erfüllen kann, Polizistin zu werden. Doch erst ist Feiern angesagt! Verliebt und glücklich tanzt Steffi mit ihrem Freund Fabian (Jonas Holdenrieder). Seit fast zwei Jahren sind die beiden ein Paar. Und bei der bevorstehenden Abschlussfahrt nach Paris werden sie ihr Zweijähriges feiern – ganz romantisch in der Stadt der Liebe!

Am Tag nach der Abschlussfeier steht der obligatorische Gesundheitscheck beim Einstellungstest der Polizei an, den Steffi wider Erwarten nicht besteht. Das muss am Restalkohol gelegen haben, woran sonst? Sie gelobt, den Test schnellstmöglich zu wiederholen. Doch zunächst steht Wichtigeres an: Der Geburtstag ihrer elfjährigen Schwester Lola, den sie im Zirkus verbringen! Dort kündigt Zirkusdirektor Matanola (Jürgen Vogel) gerade einen spektakulären Höhepunkt an: Sein Sohn Steve (Max Hubacher) wird einen waghalsigen Motorradstunt in einer Käfigkugel präsentieren, der allen Zuschauern den Atem raubt – auch Steffis Schwester ist begeistert! In der Pause holen sie für Lola ein Autogramm von dem Motoradakrobaten. Während des zweiten Teils der Vollstellung erhält Steffi eine verstörende Nachricht, die sie aus dem Geschehen reißt: Laut Gesundheitscheck würden sich bei ihrer Blutprobe Unregelmäßigkeiten zeigen. Der Besuch im Krankenhaus bringt Gewissheit. Frau Doktor Sahms (Inka Friedrich) offenbart Steffi, sie habe ein Bronchialkarzinom, das gestreut habe. Es gibt keine Heilung. Die Nachricht trifft sie wie ein Schlag und zieht ihr den Boden unter den Füßen weg. Auch ihre Eltern sind erschüttert, ratlos, gelähmt. Wieder zuhause angekommen packt Steffi wie in Trance ihren Koffer für die Abschlussfahrt nach Paris. Eine Reise nach Paris, nach dieser Diagnose? Unvorstellbar für die besorgten Eltern! Sie verbieten die Reise, denn Steffi soll sofort mit der Chemotherapie beginnen. Steffi ist unfassbar traurig, dass nun auch der Traum von der Parisreise mit Fabian platzt. Ihr Vater versucht Trost zu spenden und zeigt ihr im Hof einen alten Pickup, den er für sie gekauft hat. Mit dem können sie nach Paris fahren, wenn die Chemo überstanden ist und Steffi den Führerschein gemacht hat – so Franks Idee. 

Bei den Matanolas herrscht indes dicke Luft im Zirkus-Wohnwagen. Nach einer Auseinandersetzung mit seinem Vater sucht Steve das Weite und balanciert im Wald auf einem Bahngleis. Den näherkommenden Zug ignoriert er. Im letzten Moment kann der Zug, in dem Steffi auf dem Weg nach Hause sitzt, bremsen. Steffi steigt aus und trifft im Wald auf Steve. Sie erzählt ihm von der geplatzten Parisreise. Ob sie denn ein Auto habe, will er wissen. Steffi fällt der Pickup ein. Kurzentschlossen bietet Steve an, sie damit nach Paris zu fahren. Sie brechen sofort auf. Die ersten Stunden vergehen im Nu mit Smalltalk. Bei einem kurzen Halt mitten in der Pampa stellt Steve Steffi eine ernstzunehmende Frage: Kann man auf Kühen eigentlich reiten?

Währenddessen haben Steffis Eltern das Verschwinden der Tochter bemerkt und machen sich Sorgen. Vor allem als sie von Lola hören, dass Steffi mit Steve und dem Auto durchgebrannt ist. Sie brechen sofort auf, um Steffi wieder nach Hause zu holen.

Steve und Steffi sind schon wieder unterwegs und haben ihren ersten Streit. An einem Rastplatz lässt er Steffi in der Dämmerung zurück und fährt genervt ohne sie weiter. Nach Einbruch der Dunkelheit holt Steve sein schlechtes Gewissen ein und er fährt zurück, um Steffi wieder einzusammeln. Doch seine Mitfahrerin ist nicht mehr da! Sie sei mit der tätowierten Tammy (Jasmin Gerat) losgezogen, die im Nachbarort in einer Kneipe arbeite, sagt man ihm an der Raststätte. Am Tresen der besagten Kneipe trinken Tammy und Steffi Tequila und kommen ins Gespräch. Tammy hört zu, tröstet und findet die richtigen Worte. Spontan entscheidet Steffi, sich wie Tammy tätowieren zu lassen. „Wenigstens muss ich mich nicht dafür schämen, wenn ich alt bin“ sagt sie: „Gott, du kannst ein Arsch sein!“ – dieser provokante Spruch steht nun auf ihrem Dekolletee.

Frank und Eva sind Steffi auf den Fersen, verpassen sie jedoch knapp an Tammys Kneipe. Im Auto sitzend und wartend holt die beiden die schlimme Gewissheit wieder ein. Und Franks zuvor so unerschütterlicher Glaube als Pfarrer wird auf die Probe gestellt.

Die Sonne ist schon wieder aufgegangen, als Steve die betrunkene, aber glückliche Steffi mit Tammy auf der Straße aufliest. Tammy liest ihm die Leviten und weist ihn an, sich um Steffi zu kümmern. Erst jetzt erfährt Steve von Steffis Krankheit. Sie setzen ihre Reise fort und Steffis Ziel steht fest: Sie will das Leben voll auskosten, dieses wunderbare Abenteuer genießen, das sie gerade erlebt – und das an Fahrt aufnimmt. Gemeinsam besuchen Steffi und Steve das Meer, stemmen sich am Strand gegen eine steife Brise, fliegen gemeinsam im Wind. Und auch Steve findet nun den Mut, Steffi seine Geschichte zu erzählen.

Das Band zwischen den beiden wird stärker. Und das nächste Abenteuer lässt nicht lange auf sich warten. Nachdem sie an einer einsamen Tankstelle auf dem Land feststellen, dass sie ihre Tankfüllung nicht bezahlen können, versuchen sie dem  tobenden Tankwärter Jupp (Benno Fürmann) zu entkommen. Es beginnt eine rasante Verfolgungsjagd.

Seit seiner Kindheit hat Steve den großen Wunsch, einmal in seinem Leben Schnee zu sehen. Nie hat das geklappt, weil sie mit dem Zirkus im Winter immer in südlichere Gefilde ziehen mussten. Steffi hat eine Idee und kurz darauf brechen die beiden in eine Indoor-Skianlage ein. Und auch Steffi sammelt erste Erfahrungen: Als Steve zu müde ist, weiterzufahren, lässt er sie ans Steuer und Steffi fährt zum ersten Mal ein Auto. Sie raucht ihre erste Zigarette. Und dann erschleichen sie sich auch noch eine Luxussuite in einem edlen Hotel. Das Leben ist so überwältigend schön! Doch Steffi weiß, dass ihr nicht viel Zeit bleibt. Dass sie ihre Eltern wieder in den Arm nehmen will. Und dass sie noch unheimlich viel erleben möchte, auch mit Steve… doch Paris und damit auch Fabian kommen immer näher – und was dann?

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Produktionsnotizen

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Carpe diem!:

Nutze den Stoff! Ein Comedy-Produzent, der ein Kinodrama auf die Leinwand bringt? Tommy Wosch – Produzent, Autor und Regisseur – ist Spezialist für Comedy-Formate (u.a. „Böse Mädchen“, „Beck is back!“, „Schwester, Schwester – Hier liegen Sie richtig“) und verantwortet seit 2015 die Comedy-Unit der UFA Fiction.

Mit GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! startet nun sein erster Kinofilm – ein Stoff, der augenscheinlich recht wenig mit Comedy zu tun hat. Es ist ein Film, der die Liebe zum Leben und das Gefühl der Freiheit feiert, ausgelöst von einer völlig niederschmetternden Diagnose. Dieser scheinbare Widerspruch findet sich auch bei Wosch, dessen bisherige berufliche Laufbahn geprägt ist von Gegensätzen und Brüchen: Nach dem Jurastudium beginnt er seinen Werdegang beim Radio, wechselt dann zum Fernsehen und spezialisiert sich auf Comedy, die er schreibt, moderiert, inszeniert und produziert. Für die große Leinwand hatte er bisher noch nicht produziert, aber dann landete der richtige Stoff zur richtigen Zeit auf seinem Schreibtisch.

Und das auch wieder nicht auf dem eigentlich üblichen Weg: Den Anstoß erhielt er nämlich von Susanne Bergmann, die die juristische Abteilung der UFA Fiction leitet: Sie machte ihn auf Frank Papes gleichnamiges Buch aufmerksam, das 2016 im Heyne Verlag erschienen war und große Aufmerksamkeit auf sich zog. Mit dem auf Tatsachen basierenden Buch hat Pape das Tagebuch über die letzten 296 Tage im Leben der 16-jährigen Steffi veröffentlicht, die kurz nach ihrem Schulabschluss mit einer Krebsdiagnose konfrontiert wurde.

„Susanne hat mich gefragt, ob das Buch nichts für mich wäre. Also habe ich es gelesen und festgestellt, dass es perfekt in den Themenbereich passte, mit dem ich mich zum damaligen Zeitpunkt beschäftigte“, erinnert sich Wosch. Das war vor etwa drei Jahren. „Ich wollte einen bestimmten Ausgangspunkt haben, anhand dessen ich zeigen konnte, wie schön das Leben eigentlich ist. Mir fehlte aber der richtige Ansatz und alle Ideen waren immer viel zu banal. Als ich dann GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! in die Finger bekam, hat es Klick gemacht“, so Wosch weiter.

Nachdem Wosch für den Stoff Feuer gefangen hatte und die Verfilmungsrechte gesichert waren, stand zunächst die Überlegung im Raum, ihn für RTL, wie die UFA eine Tochter von Bertelsmann, als Fernsehfilm umzusetzen. „Mit Katja Kittendorf hatte ich zunächst eine Fernsehfassung geschrieben. Doch RTL und mir wurde schnell klar, dass die Geschichte Kinoqualität besitzt“, erzählt Wosch und räumt ein: „Diese Vorstellung hat mir zuerst Angst gemacht, wenn ich ehrlich bin. Fernsehprojekte sind leichter über die Ziellinie zu führen. Bei Kino kann man sich schnell die Finger verbrennen. Und man hat einen wesentlich längeren Weg vor sich - und im schlimmsten Fall verläuft alles im Nichts, was ich in diesem Fall doch sehr schade gefunden hätte.“ Doch die Kollegen bei RTL hielten an ihrer Überzeugung fest und 10 ließen nicht locker. „Ich habe mich glücklicherweise zum ersten Mal auf das Abenteuer Kino eingelassen. Nachdem die Entscheidung endgültig war, hat das Projekt rasant Fahrt aufgenommen“, so Wosch weiter.

Mit GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! betrat Tommy Wosch also Neuland. Frank Papes Buch lieferte ihm die nötige Inspiration, die Schönheit des Lebens nun für die große Leinwand zu erzählen. Sein reicher Erfahrungsschatz, den er sich bei seiner jahrelangen Arbeit im Comedy-Bereich aneignen konnte, kam ihm auch bei diesem Projekt zugute, denn: „Mein Bestreben war von Anfang an, die ernste Seite, die der Film durch Steffis Krebsdiagnose hat, mit so viel leisem Humor und leichten, komödiantischen Tönen wie möglich zu erzählen. Mich interessieren in meiner Arbeit grundsätzlich immer Brüche. Sie dürfen nur nicht zu konzeptionell sein, weil die Geschichte sonst nicht funktionieren würde. Sie müssen sich ganz organisch ergeben. Das war bei GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! gegeben.“ Wosch sagt, dass er die Strukturen und Arbeitsweisen, die ihm die Comedy lehrte, benutzte, um den Film „anders“ zu machen. Er wollte die Geschichte so verändern, dass aus der traurigen Krebsgeschichte ein lebensbejahender Film wird, der etwas Positives auslöst.

Bevor es an die Arbeit ging, wollte Wosch die Eckpfeiler und die Stoßrichtung der Verfilmung auch mit Buchautor Frank Pape besprochen haben. Der Austausch sei ihm sehr wichtig gewesen, so Wosch: „Schon unser erstes Treffen verlief hervorragend, wir waren uns auf Anhieb sympathisch. Frank ist ein sehr verlässlicher, konstruktiver und positiver Partner. Er hat das Projekt als Chance empfunden und uns viele Freiheiten gelassen, da wir uns durchaus weit von der Vorlage entfernen, aber sein Buch klar die Inspiration für unseren Film war.“

Echtes Teamwork: Der harmonische Drehbuchprozess

Den Reiz von GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! beschreibt Tommy Wosch so: „Die Singularität des Stoffs ist eindeutig die starke Figur Steffi. Sie bildet auch im Roman das Rückgrat der Geschichte. Der Titel, der von Steffis Tattoo herrührt, lässt durchschimmern, dass es sich bei ihr um ein sehr humorvolles, pragmatisches, modernes Mädchen handelt, das auch unheimlich emotional, empathisch und liebevoll ist, ihrer kleinen Schwester, der ganzen Familie gegenüber.“

Für Tommy Wosch stand fest, dass er für die Drehbucharbeit einen Schreibpartner, genauer gesagt, eine Schreibpartnerin an seine Seite holen wollte. Das Konzept, das er von Anfang an im Kopf hatte, von der Schönheit des Lebens zu erzählen, sollte als Teamwork mit einer Autorin zusammen zu Papier gebracht werden. „Ich wollte unbedingt mit einer Frau zusammenarbeiten, weil ich selbst ein Mann bin“, sagt Wosch augenzwinkernd und fährt fort: „Auf Katja Kittendorf bin ich während der gezielten Suche nach einer Drehbuchautorin gestoßen. Ich hatte eine Handvoll im Auge, aber Katja war einfach die spannendste.“ Kittendorf sei ein wahrer Glücksgriff gewesen. „Wir haben bei unserem ersten Telefonat auch gleich eine direkte Ebene zueinander gefunden“, erinnert sich Wosch. „Katja ist ein wahnsinnig lustiger Mensch, und uns verbindet der gleiche Humor“, so Wosch weiter.

Die gemeinsame Arbeit mit Kittendorf, die vornehmlich im Fernsehbereich tätig ist, unter anderem die Drehbücher einiger Staffeln des Erfolgslangläufers „Die Pfefferkörner“ geschrieben hat oder, in jüngerer Zeit, als Headautorin der neuen ZDF-Reihe „Tonio & Julia“ auftritt, habe großen Spaß gemacht, erzählt Wosch weiter.

Der gemeinsame Schreibprozess habe wunderbar funktioniert. „Es ist immer eine Frage des Vertrauens, wenn man sich gegenseitig seine geschriebenen Buchfassungen schickt und sie mit Anmerkungen zurückerhält. Man darf nicht sauer sein, muss objektiv bleiben und überlegen, ob der andere nicht recht hat und das Buch mit seinen Korrekturen beziehungsweise Vorschlägen nicht besser gemacht hat. Oder im umgekehrten Fall, wenn man mit einer Überarbeitung nicht übereinstimmt, sollte man es auch offen sagen dürfen. Diese Form von Pingpong hat mit Katja sensationell gut funktioniert. Vor allem haben wir uns für den anderen immer gefreut, wenn etwas gelungen ist.“ Die gemeinsame Arbeit mündete in echte Freundschaft.

Ein elementarer Gedanke bei der Drehbucharbeit war, dass Frank Papes Buch lediglich als Inspirationsquelle dienen sollte. Kittendorf und Wosch nahmen sich die nötigen Freiheiten, die im Hinblick auf die Drehbucharbeit für einen Kinostoff vonnöten war: So kanalisierten sie die Geschichte in ein Roadmovie, bei dem Steffi gemeinsam mit Steve in Richtung Paris aufbricht und auf dieser Reise lernt, dass man das Glück in allen Lebenssituationen finden kann. Stets war es wichtig, eine Dramaturgie zu finden, die der großen Leinwand entspricht.

Rückblickend sei beim Drehbuchprozess interessant gewesen, dass sich bei den letzten Fassungen, die das Autorenduo im Frühjahr 2019 vorlegte, neue Leitsätze für den Film herauskristallisierten. „Das fand ich extrem spannend. Es hat uns angespornt, noch konkreter, noch genauer zu werden in unserem Schreiben. Wir wollten unbedingt diesen Leitsätzen gerecht werden“, erklärt Wosch. Bezüglich besagter Leitsätze führt er aus: „Wir alle kennen Sätze wie ‚Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter‘. Das war mir zu banal. Das ist destruktiv. Einer unserer Leitsätze für den Film wie auch für die Steffi-Figur war hingegen: ‚Heute kann der erste Tag vom Rest deines Lebens sein.‘ Das finde ich wiederum total konstruktiv. Steffi erkennt, dass man Leben nicht quantitativ bewerten muss, sondern qualitativ. Uns ging es darum herauszuarbeiten, dass es nicht darauf ankommt, noch 70 Jahre zu leben. Steffi hat in den Tagen, die ihr auf Erden blieben, Dinge erlebt, die sie sonst nie erlebt hätte. Wer darf denn bewerten, was ein gutes Leben, was ein schlechtes Leben ist? Diesen Gedanken folgend, sind wir immer tiefer ins Drehbuch eingetaucht. Das war persönlich unheimlich spannend und nachhaltig bereichernd.“

Auf dem Regiestuhl: Ein Profi für ergreifende Geschichten

Bei der Frage, welcher Regisseur für GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! geeignet sein könnte, musste Tommy Wosch nicht lange überlegen. Die erste Kontaktaufnahme mit André Erkau fand im Herbst 2018 statt. Die Qualitäten des Filmemachers, der seine Karriere als Schauspieler begann, später dann ein Regiestudium an der Kölner Kunsthochschule für Medien absolvierte und gleich erfolgreich durchstartete, beschreibt Wosch folgendermaßen: „André hat mit DAS LEBEN IST NICHTS FÜR FEIGLINGE und HAPPY BURNOUT zwei berührende Kinofilme gemacht, die mir von der Tonalität gut gefallen. Uns war wichtig, jemanden zu finden, den wir in unseren Prozess mitaufnehmen wollen. André ist ein ausgesprochen sympathischer, sehr humorvoller, konstruktiver und teamfähiger Mensch, mit dem wir uns diese gemeinsame Reise gut vorstellen konnten.“

Wosch hebt noch eine weitere positive Eigenschaft des Regisseurs hervor: „André kann wahnsinnig gut mit Schauspielern umgehen. Das war ein großes Geschenk für dieses Projekt.“ Erkaus Händchen für Schauspieler kommt nicht von ungefähr. Er spielte jahrelang an verschiedenen Theatern, bis er sich mit Anfang 30 dazu entschloss, Regie zu studieren.

Wosch unterstreicht: „Das war für uns sehr wichtig, weil wir wussten, dass wir die Rollen von Steffi und Steve mit zwei sehr jungen Schauspielern besetzen müssen, die wirklich nur dann optimal abliefern können, wenn sie einen sensiblen Menschen an ihrer Seite haben, der genau weiß, was sie gerade für Nöte durchstehen, und sie mit dem nötigen Feingefühl immer in die richtige Richtung lenken kann. Was André aus Sinje und Max rausgeholt hat und was er zusammen mit ihnen kreiert hat, war sensationell“, freut sich der Produzent und Autor. Das Drehbuch, wie es Wosch und Kittendorf verfasst hatten, habe Erkau auf Anhieb gefallen. Er habe sich nur noch sehr dezent eingebracht: „Bei unserem ersten Treffen sagte André zu mir, dass er das Buch genauso verfilmen möchte, wie es zu Papier gebracht wurde. Besonders freute mich zu hören, als er sagte, dass er überzeugt davon sei, dass GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! sein bislang bester Film werden würde“, erinnert sich Wosch.

Glücksgriff: Ein großartiges Ensemble

Bei GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! dreht sich alles um die 16-jährige Steffi, die klar im Zentrum der Erzählung steht und die Handlung tragen muss. Diese Rolle musste entsprechend mit großem Bedacht besetzt werden. Ein nicht ganz leichtes Unterfangen, wie Tommy Wosch zugibt. „Die Besetzung unserer Protagonistin hat uns zunächst vor ein relativ banales Problem gestellt, nämlich eine tolle 16-jährige Schauspielerin zu finden. Das ist wirklich schwierig. Man ist sozusagen gezwungen, älter zu besetzen, weil es einfach wenige Schauspielerinnen im für die Rolle passenden Alter gibt.“ Tommy Wosch ergänzt: „Ein zentrales Anliegen für uns war, dass Steffi eine gewisse Unschuld ausstrahlen sollte. Auch wenn sich das komisch anhört, aber oft ist es so, dass man im Gesicht junger Menschen sieht, dass sie das ein oder andere schon erlebt haben. Das durfte bei unserer Steffi nicht der Fall sein. Ihr Gesicht durfte nicht schon 1000 Geschichten erzählen. Und doch brauchten wir eine professionelle, gestandene Schauspielerin.“

Der erfahrene Casting-Director Emrah Ertem stellte eine Auswahl von 60 bis 70 Schauspielerinnen für die Rolle von Steffi zusammen. „Als ich die Fotos sah und mein Blick auf Sinje Irslinger fiel, dachte ich mir: OK, die wird es“, erinnert sich Wosch. Doch das war ganz zu Beginn des Besetzungsprozesses, nichts war entschieden, es sollten noch mehrere Castingrunden folgen. Die 24-jährige Schauspielerin, die bereits viel Fernseherfahrung sammelte und für ihr schauspielerisches Können in den TV-Movies „Es ist alles in Ordnung“ und „Armans Geheimnis“ ausgezeichnet wurde, hatte 2018 in Arons Lehmann gefeierter hinreißender romantischer Komödie DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT ihren ersten größeren Part auf der Kinoleinwand.

„Sinje hat uns alle vom ersten Moment an begeistert, sie hat sich Runde um Runde durchgesetzt und war zum Schluss einfach die strahlende Siegerin. Und was sie in der Drehzeit dann abgeliefert hat, war noch viel mehr, als ich mir erhofft hatte“, erzählt Wosch voller Stolz. „Sie ist eine richtige Künstlerin. Und ich bin ganz gespannt, was Sinje uns im Verlauf ihrer weiteren Karriere noch zeigen wird.“

Auch für die Rolle des Steve, der charmante Zirkusartist, mit dem Steffi die abenteuerliche Reise Richtung Paris antritt, wurde ein großes Casting veranstaltet. Die Rolle wurde auch besetzt, doch, wie das immer wieder vorkommt, sagte der Schauspieler ab mit der Begründung, kein gutes Bauchgefühl zu haben, erinnert sich Wosch. „Ich dachte mir damals nach dem Telefonat: Vielleicht war das ja das genau richtige Bauchgefühl, wer weiß. Im Nachhinein bin ich sehr froh, denn die Absage hat uns zu einem noch viel besseren Steve gebracht: Max Hubacher!“

Der gebürtige Schweizer steht neben seiner Arbeit vor der Kamera u.a. für Robert Schwentkes hochgelobten Film DER HAUPTMANN, der ihm den Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsdarsteller einbrachte, auch viel auf der Theaterbühne, darunter in Zürich und Leipzig. Bereits zwei Mal konnte er in seiner jungen Karriere den Schweizer Filmpreis als bester Darsteller gewinnen: für Markus Imbodens DER VERDINGBUB 2012 und für MARIO 2018. Im Rampenlicht stand Hubacher auch durch die Auswahl zum Shooting Star der European Film Academy im Jahr 2012. „Auch bei Max war es so, dass er während des Drehs immer stärker wurde und schlussendlich nicht nur überzeugend, sondern brillant war“, schwärmt Wosch.

Neben Sinje Irslinger und Max Hubacher glänzt die Besetzung von GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! mit einem stargespickten Ensemble. Die Rollen von Steffis Eltern, Eva und Frank, wurden von Heike Makatsch und Til Schweiger übernommen, als Steves Vater ist Jürgen Vogel zu sehen, Jasmin Gerat spielt Tammy, die Steffi auf ihrer Reise kennenlernt und sie schließlich dazu ermutigt, sich das provokante, titelgebende Tattoo stechen zu lassen, und Benno Fürmann übernahm die Rolle des Tankwarts, der von Steffi und Steve übers Ohr gehauen wird. „GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! sollte von Anfang an kein klassischer Teenie-Film werden“, erklärt Tommy Wosch. Denn er spreche neben Teenagern durchaus auch ältere Besucher an, speziell ein weibliches Publikum, das vielleicht selbst bereits Kinder hat. Die ernstzunehmende Perspektive der Eltern in der Geschichte sei wichtig gewesen, fügt Wosch an. „Deshalb haben wir Eva und Frank mit einem eigenen Spannungsbogen in die Geschichte eingefügt“, erklärt er weiter. Mit Blick auf die prominente Besetzung Makatsch/Schweiger sagt er: „In dem Moment, in dem man einen Kinofilm macht, ist auch der Wunsch nach überragenden, bekannten Schauspielern da.“ Die Zusage von Heike Makatsch für die Rolle von Steffis Mutter Eva erfolgte schnell und verbindlich, erinnert sich der Produzent. Die renommierte Schauspielerin stand mit Sinje Irslinger bereits bei DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT vor der Kamera und war zuletzt im Kino-Musical ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK zu sehen: „Dafür bin ich ihr sehr dankbar. Denn oft ist es so, wenn die erste Zusage erfolgt, werden die Türen für weitere geöffnet. Heike war wirklich die erste bei unseren Erwachsenenrollen. Die Zusammenarbeit mit ihr war bis zum Schluss sehr ehrlich und gut.“

Über die Besetzung von Steffis Vater Frank, der als Pfarrer arbeitet, hat Tommy Wosch eine amüsante Anekdote zu erzählen: „Es war an einem Sonntagnachmittag, ich war auf dem Weg zum Tennis. Da rief eine unbekannte Nummer auf meinem Handy an. Am anderen Ende meldete sich Til Schweiger. Ich dachte erst, dass sich da jemand einen Scherz erlaubt und wollte schon wieder auflegen. Er versicherte mir aber, dass er wirklich Til Schweiger sei. Also hörte ich mir erst mal an, was er wollte, obwohl ich immer noch skeptisch war, dass ich wirklich Til am Apparat hatte.“ Letztendlich rief der deutsche Superstar nur an, um zu sagen, wie toll er sein Drehbuch zu GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! fand, welches er zufällig in die Hände bekommen hatte. „Es sei das beste Buch, das er seit langem gelesen hat, sagte Til zu mir. Da war ich wirklich baff“, so Wosch. Aus einem spontanen, „etwas frechen“ Impuls heraus fragte der Produzent dann freimütig, ob Schweiger nicht den Vater spielen wolle. „Das könne er sich gut vorstellen, meinte er dann zu mir. An dieser Quasi-Zusage habe ich festgehalten, auch, als es so aussah, als hätte Til keine Zeit, blieb ich dran und habe nicht lockergelassen“, erzählt Wosch weiter.

Til Schweiger habe wunderbar auf die Rolle von Steffis Vater Frank gepasst. „Ich hatte bereits zu Beginn gesagt, dass mich Brüche interessieren. Von außen betrachtet hätte man mir als Comedy-Produzent ein solches Filmdrama vielleicht auch nicht zugetraut. Und vielleicht denkt man auch nicht sofort an Til Schweiger, wenn man an die Rolle eines Pfarrers denkt. Aber genau das ist es, was ich spannend finde, und Til hat seine Rolle großartig gespielt“, schwärmt Wosch. Auch mit Heike Makatsch als Mutter Eva an seiner Seite war es ein perfektes Zusammenspiel: „Die Eltern entwickeln eine tolle Dynamik im Verlauf der Geschichte, agieren fast wie ein Comedy-Couple auf ihrem Trip nach Paris, der ebenso abenteuerlich ist wie der von Steffi und Steve“, ergänzt Wosch. „Aber natürlich mit einer Fallhöhe und einer Wärme zueinander, die ich überragend finde.“

Doch damit nicht genug. Wie bereits erwähnt, unterstützen mit Jürgen Vogel, Jasmin Gerat und Benno Fürmann weitere in der deutschen Filmlandschaft bekannte Gesichter ihre jungen Kollegen Sinje Irslinger und Max Hubacher. „Von Jürgen Vogel war ich schon immer ein riesiger Fan.“, sagt Wosch. „Ich war sehr froh, als seine Zusage kam. Jürgen Vogel vergoldet einfach jeden Film, in dem er mitspielt.“

Die Zusage von Jasmin Gerat für die Rolle der Tammy sei ebenfalls schnell und unprätentiös erfolgt. „Sie hat sich richtig reingehängt“, so Wosch, „und kommt bei allen Screenings immer wahnsinnig gut an. Ihre Rolle wie auch sie als Schauspielerin werden total gemocht.“ Die Begegnung von Steffi und Tammy ist ein wichtiger Moment im Film. Tammy ist die erste Person, die Steffi eine Alternative aufzeigt, die ihr eine andere Sichtweise auf ihre Situation eröffnet. „Ich würde es fast einen philosophischen Kickoff nennen, wenn Tammy von den Indianern erzählt und sagt, dass es für die Indianer gar nicht so schlimm ist, wenn jemand stirbt, weil sie davon ausgehen, dass derjenige einfach nur in sein nächstes Abenteuer reist. Und Steffi daraufhin die Frage stellt, ob man das Leben vielleicht auch so sehr lieben kann, dass es in Ordnung ist, es ziehen zu lassen“, sagt Wosch. Durch Tammy eröffnet sich das philosophische Rückgrat des Films. Schließlich zeige die Geschichte, dass es egal ist, wie lange es dauert, wenn man sein Leben liebt. „Nur dann kann man sich auch davon verabschieden“, erzählt Wosch weiter.

Benno Fürmann in der Rolle des Jupp von der Tankstelle sei „einfach ein Kracher“, fährt der Produzent fort. „Es ist keine große Rolle, aber so wie Benno sie spielt, komplettiert er den Film in eine Richtung, wie ich sie mag. Er bringt eine etwas rauere Tonalität rein. Er spielt Jupp kraftvoll und präzise.“

Volle Fahrt voraus: Eine Produktion ohne Stolpersteine

Die Produktion von GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! ging ohne Probleme über die Bühne. „Es ist fast peinlich, wenn ich das zugebe: Aber es verlief fast zu reibungslos. Das ist mein erster Kinofilm, und jetzt gehe ich davon aus, dass es bei allen Kinoprojekten so einfach läuft. Ich bin jetzt eigentlich für die Kinowelt verdorben“, sagt Wosch augenzwinkernd. Die Zusagen der Förderungen – Film- und Medienstiftung NRW, FFF Bayern, FFA und dem DFFF – seien der Reihe nach unproblematisch erfolgt. „Auch die Zusammenarbeit mit RTL sowie mit unserem Verleih LEONINE war unheimlich angenehm, weil wir auf allen Ebenen, in allen Phasen des Projekts einen konstruktiven Austausch pflegten, echte Teamwork lebten“, freut sich der Produzent weiter. 

Die Dreharbeiten fanden im Sommer 2019 statt, genauer gesagt vom 8. August bis 03. Oktober. Da ein Großteil der Geschichte „auf der Straße“ stattfindet und der Zuschauer Steffi und Steve auf ihrem abenteuerlichen Trip nach Paris folgt, war das gesamte Team bei den Dreharbeiten viel unterwegs.

Viele Motive fanden die Filmemacher in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Als Familienhaus von Papes diente Gut Heiderhof in Königswinter, in Köln fand man ein Tattoo-Studio, Kneipen, den Zirkus und ein geeignetes Büro, in dem Steffis Ausbildungsstätte, die Polizeistation, eingerichtet werden konnte. Weitere Motive waren das Kreiskrankenhaus Grevenbroich und diverse Straßen und Felder quer durch NRW. In Bayern dienten als Motive: ein Autohof und eine Autobahnraststätte, die Konrad-Max-Kunz Realschule in Schwandorf bzw. das Johann-AndreasSchmeller-Gymnasium in Nabburg, das Strandbad am Murner See oder das Landhotel Birkenhof in Neunburg vorm Wald. Ein spektakuläres Motiv war die Skihalle in Neuss, in die sich Steve und Steffi Zugang verschaffen und Steve zu Steffis großer Belustigung seine erste, wackelige Abfahrt auf dem Snowboard meistert. „Die Halle ist wirklich beeindruckend, steht wie ein Dinosaurier mitten in der Pampa. Ein riesiges, surreales Gebäude“, sagt Wosch. „Für Leute wie mich, die aus Bayern stammen und die Berge vor der Haustüre haben, war das etwas befremdlich. Ich hatte davon noch nie gehört.“

„Wir sind auch mit großem Team nach Paris gefahren und haben einen lustigen Zwischenstopp an der Küste in der Normandie gemacht“, erinnert sich der Produzent. Dort wurde die Szene an der Nordsee gedreht, in der Steffi und Steve sich vom Wind tragen lassen. Von den ansonsten wunderbar verlaufenen Dreharbeiten stellte diese Windszene am Strand das einzige größere Problem dar. „Es war nicht einfach, diese Szene ordentlich in den Kasten zu bekommen, weil es in Deutschland ganz schwierig war, ein Motiv zu finden, wo man auch nur halbwegs beständigen Wind hatte und das Meer auch mal rauer ist – gerade während unserer Drehzeit im Sommer. Wir haben dafür Motiv um Motiv abgeklappert, sind an die Nordsee gefahren, an die Ostsee, nach Holland… Da war die Normandie mit Abstand die beste Wahl, zumal wir dort auch eine weite, unverbaute Fläche aufnehmen konnten“, erinnert sich Wosch.

Ein amüsantes Abenteuer erlebte das Team auch bei der sehr unterhaltsamen „KuhSzene“, in der es Steffi und Steve tatsächlich schaffen, auf den Vierbeinern zu reiten. „Als Steffi und Steve von ihren Kühen absteigen, macht ihr Steve eine erste klitzekleine Liebeserklärung. Im Hintergrund sieht man, wie just in dem Moment die eine Kuh die andere bespringt. Bei den Testscreenings sorgte das immer für die größten Lacher. Viele kamen auf mich zu mit der Frage, wie wir das denn hinbekommen hätten, ob wir Lockmittel eingesetzt hätten… Am liebsten nicke ich dann immer und lächle salomonisch. Aber ich gebe es zu: Es war reiner Zufall. Unser Kameramann Torsten Breuer hat einfach im richtigen Moment draufgehalten.“ 

Charmante und sensible Unterhaltung fürs große Publikum

Mit GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! hat Produzent Tommy Wosch genau die Mischung getroffen, die ihm für seinen ersten Kinofilm vorschwebte. „Die große Stärke des Films ist, dass er charmant und durchlässig geworden ist. Wir wollten von Anfang an keine Indie-Produktion machen. Ich wollte immer einen Film fürs große Publikum. Trotzdem sollte er sensibel sein. Das ist er auch. Er ist nicht ‚über-perfekt‘, aber stilsicher.“ Im Idealfall verlässt der Kinozuschauer den dunklen Saal nach dem Film anders, als er ihn betreten hat. „Ich wünsche mir, dass jeder etwas fühlt, dass der Film nachwärmt, wenn man das so sagen kann. Ich möchte alles, nur nicht missionarisch wirken. Das wird dem Film auch nicht gerecht. Jeder Zuschauer kann für sich etwas rausziehen oder den Film einfach auf sich wirken lassen. Es soll sich nur irgendwie gut anfühlen.

Interview mit André Erkau

Ist das Leben weiterhin nichts für Feiglinge?

Das ist ja eine Anspielung auf meinen Film DAS LEBEN IST NICHTS FÜR FEIGLINGE, den ich vor einigen Jahren gemacht habe und der in der Tat sehr wichtig für mich ist. Nicht nur, weil ich gerne darauf zurückblicke, sondern weil er auch für die Arbeit steht, die mir sehr am Herzen liegt. Nämlich Themen aufzugreifen, die die dunklen Seiten des Lebens ausloten, in denen es um Vergänglichkeit, Schmerz, um die Endlichkeit unserer Existenz geht, Themen also, vor denen man - und ich schließe mich da nicht aus - im echten Leben gerne mal davonläuft. Für mich ist jedoch elementar wichtig, dass diese Annäherung mit Hoffnung, Leichtigkeit und einer gewissen Sinnlichkeit geschieht, so dass es den Zuschauern möglich ist, sich darauf einzulassen. Ich will vom Leben erzählen, ich will die Menschen zum Lachen bringen, zum Weinen, auch zum Nachdenken. Vielleicht lässt sich das mit einer Achterbahnfahrt ganz gut beschreiben. Um die Frage zu beantworten: Ja, das Leben ist weiterhin nichts für Feiglinge. Aber es lohnt sich, sich auf all diese dunklen Momente, die einem auch Angst machen können, einzulassen. Dadurch wird das Leben so reich und lebenswert. Ein Film wird ebenso reich und sehenswert, wenn man nicht bloß erzählt, dass die Welt toll ist.

Wie sind Sie auf GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! aufmerksam geworden und was ist das Besondere an dem Stoff?

Ich bin Vater einer Teenager-Tochter, die zu dem Zeitpunkt, als ich das erste Mal von diesem Projekt hörte, kurz vor ihrem 16. Geburtstag stand. Als man mir im Kurz-Pitch erzählte, dass die Geschichte von einem 16-jährigen Mädchen handelt, das nicht mehr lange zu leben hat, und schließlich auch das Buch zugeschickt bekam, hatte ich vor der Lektüre zunächst etwas Angst. Ich war mir nicht sicher, ob ich die Reise mit dem Mädchen machen kann, geschweige denn mit den Eltern, weil mir nicht klar war, wie ich ob des Themas zu dieser Leichtigkeit und Hoffnung komme, die ich in Filmen mag, anvisiere und suche. Glücklicherweise habe ich meine anfängliche Angst vor der Lektüre überwunden und das Drehbuch von Tommy Wosch und Katja Kittendorf gelesen. Bereits auf den ersten Seiten brachte es mich immer wieder zum Schmunzeln, ich spürte eine Verwandtschaft mit meiner Betrachtungsweise des Lebens, aber auch des Schmerzes. Das Buch las sich wie ein Liebesbrief ans Leben, der dem Leben sagt, wie weh es tun kann, wie brutal es manchmal sein kann, wie es einen zum Weinen, zur Verzweiflung bringen kann, wie es aber letztendlich, oder vielleicht gerade deshalb, geliebt wird. Die gemeinsame Ebene und die angesprochene ähnliche Betrachtungsweise wuchs in den gemeinsamen Gesprächen mit Tommy Wosch, der ja der Produzent des Films ist. Für uns beide ist GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! eine Liebeserklärung ans Leben! Deshalb musste und wollte ich diesen Stoff unbedingt inszenieren.

Wie in DAS LEBEN IST NICHTS FÜR FEIGLINGE und HAPPY BURNOUT geht es auch in GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! um das Leben im Ausnahmezustand. Was reizt Sie daran? Und inwiefern hebt sich GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! davon ab?

Ich war noch nie so nah an der Endlichkeit, an der Unausweichlichkeit wie bei GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN!. Bei DAS LEBEN IST NICHTS FÜR FEIGLINGE ging es um einen Mann, der seine Frau verloren hat, und um die Tochter, die mit dem Tod der Mutter umgehen musste und damit, dass die Großmutter krank war. Natürlich sind das auch Themen, bei denen Vergänglichkeit mitschwang. Auch bei HAPPY BURNOUT standen Verlustängste im Zentrum. Dennoch hatten die Hauptfiguren beider Filme, so sehr sie auch von den Geschehnissen berührt und betroffen waren, immer noch eine Chance nach dem Motto „Es geht weiter - auf die ein oder andere Art und Weise“. Bei GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! ist es anders, weil von Anfang an klar ist, dass unsere Hauptfigur nicht überlebt, die Endlichkeit lässt sich nicht verleugnen. Wenn man den Gedanken weiterspinnt, ergeht es unserer Hauptfigur Steffi so, wie es uns allen ergeht, nämlich, dass wir am Ende das, was wir hier auf Erden tun, nicht überleben werden. Nur dass bei Steffi das Ende absehbar ist. Trotz des Bewusstseins von Tod, von Vergänglichkeit – es ist egal, wie viel Zeit wir noch haben: Es ist letztendlich immer weniger, als man denkt oder als man hofft. Darum ist es viel wichtiger, an sich selbst den Appell zu richten: Nutze deine Zeit! Lerne das Leben wertzuschätzen, die Menschen, mit denen du eine enge Verbindung hast! Das ist auch die Message von GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN!

Was zeichnet das Drehbuch von Tommy Wosch und Katja Kittendorf aus? Was hat Ihnen daran gefallen?

Ich habe bislang eher einen Bogen um Roadmovies gemacht, weil ich oft den Eindruck hatte, auf eine episodische Aneinanderreihung von Anekdoten zu treffen mit Figuren, die nur angerissen werden. Bei GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! war dies nicht der Fall. In Tommys und Katjas Drehbuch hat die Reise nach Paris eine ganz wichtige Funktion: Diese Reise macht es möglich, die innere Reise von Steffi zu verfolgen. Durch diese Reise kann Steffi ihren Frieden mit dem Schicksal schließen, findet sie eine Haltung dazu, was in ihrem Leben geschieht. Das hat mich sehr beeindruckt. 

Welche Gedanken haben Sie sich bezüglich der Umsetzung gemacht?

Für mich stand von Anfang an fest, dass GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! Schauspieler -Kino werden sollte! Ich wollte ganz dicht bei den Darstellern sein, um ihnen die optimalste Perfomance zu gewährleisten. Das heißt natürlich, dass man in manch anderen, oftmals technischen Bereichen Verantwortung delegieren muss, um die Aufmerksamkeit voll und ganz auf die Schauspieler zu richten. Aber ich hatte ein super Team mit dem ich den Film im Vorfeld sehr gut vorbereitet hatte und konnte so beim Dreh loslassen. Vertrauen und Loslassen macht vieles leichter. Nicht nur im Film.
Ich begreife mich ja am Set – metaphorisch gesprochen – als Gastgeber einer Party, kümmere mich um Fragen wie: Sind die Leute gut drauf? Läuft hier die richtige Musik oder muss ich sie ändern? Haben alle was zu trinken? Ich denke, wenn die Leute sich wohlfühlen, wenn sie spüren, dass man sie wertschätzt und man ihnen vertraut, sind sie freier in ihrer Arbeit und man erzielt die besten Ergebnisse.

Wie gestaltete sich die Arbeit mit den Schauspielern, zuvorderst mit Hauptdarstellerin Sinje Irslinger? Welche Qualitäten bringt sie mit?

Sinje ist ein Geschenk, nicht nur für unseren Film, sondern für die gesamte Filmbranche. Ich bin mir sicher, dass sie ihren Weg gehen wird! Sie ist so toll und so authentisch. Obwohl schon beim allerersten Casting klar war, dass Sinje zu den Favoritinnen gehört, haben wir dennoch viele weitere junge Frauen und Mädchen angeschaut, weil wir wirklich sichergehen wollten, die ideale Steffi zu finden. Sinje war drei Mal da, und immer wieder hat sie uns überzeugt. Sie war so bei sich. Ich war fasziniert, dass ein so junger Mensch, der seine erste große Kinorolle spielt, sich nicht im mindesten unter Druck gesetzt hat, sich nicht einschüchtern ließ, neben Heike Makatsch und Til Schweiger zu drehen.

Im Zusammenspiel mit Max Hubacher: Was war Ihnen wichtig für das Duo?

Ich wollte von einer Annäherung zwischen zwei Menschen erzählen, die beide ja erst mal sehr für sich sind, die selbst aus ihrem Orbit herausgeschleudert wurden. Auch Steve hat sein Päckchen zu tragen. Ich wollte, dass man spürt, dass hier zwei Menschen aufeinandertreffen, die es sich nicht leicht machen, Nähe aufzubauen und zuzulassen. Auf der gemeinsamen Reise kommen sie sich näher und lernen sich schätzen. Wir haben möglichst chronologisch gedreht, was bei diesem Prozess sehr geholfen hat. Wir waren selbst eine Art Reisegruppe, die sich im Verlauf des Drehs mit allen guten Seiten, aber auch mit allen Macken, kennen und schätzen lernte. Man hat gespürt, wie gut es tut, vertrauter miteinander zu werden. Vieles, was an Vertrautheit und an Zwischenmenschlichem da war, ist in den Film eingeflossen. Als ich Steffi und Steve bzw. Sinje und Max zusammen spielen sah, hatte ich sofort ein gutes Gefühl. 21 Die beiden haben eine super Chemie – eine eigenartige Mischung aus fremd und vertraut. Vertraute Fremde. Ich habe den beiden sehr gerne zugeguckt.

Wie verlief ihre Zusammenarbeit mit Heike Makatsch und Til Schweiger?

Heike Makatsch und Til Schweiger kannte ich im Vorfeld weder von anderen Projekten noch persönlich. Beide sind auch Eltern, und der emotionale Zugriff zum Thema war sofort spürbar. Durch den Austausch und die Auseinandersetzung, bei der ich über meine zunächst empfundene Ohnmacht angesichts der Buchlektüre erzählte, diesem Treffer-versenkt-Gefühl, haben wir eine sehr gute gemeinsame Ebene erarbeitet. Diese Ohnmacht, dieses große Nichts bei den Eltern blitzt nun im Film bei manchen Momenten auch immer wieder auf. Als wüsste man nicht mehr weiter. Als hätte man seinen Text vergessen. Und im nächsten Moment steigt eine verzweifelte Wut auf.
Die beiden haben diese emotionale Reise, die einer Achterbahnfahrt gleicht, wahnsinnig berührend interpretiert. Eine Tour de Force. Ich hatte am Set oft Tränen in den Augen. Und ich bin so froh, dass wir die beiden für unser Projekt gewinnen konnten.

Warum haben Sie die Nebenrollen so ausgesprochen namhaft besetzt?

Jürgen Vogel, Jasmin Gerat, Benno Fürmann, Inka Friedrich sind weitere prominente Namen im Cast… Ich wurde gefragt, wen ich mir denn für die Rollen wünschen würde, mit wem ich denn immer schon mal gerne gearbeitet hätte. Da kam mir sofort Jürgen Vogel in den Sinn. Mit ihm hatte ich noch nie gearbeitet, obwohl ich ihn immer schon bewundere und verehre. Anfragen für andere Projekte zerschlugen sich immer. Deshalb dachte ich: Warum nicht eine neue Jürgen-Vogel-Offensive starten?
Ähnlich war es bei Inka Friedrich. Tommy Wosch und ich sind große Fans von ihr. Zunächst hatten wir Hemmungen, weil wir dachten, wir können sie doch nicht nur für einen Drehtag anfragen, welch ein Affront! Doch es klappte und die Szene mit ihr ist eine so wichtige für den Film. Inka spielt das so grandios und zurückgenommen. Allein diese Szene für sich genommen könnte der Trailer des Films sein.
Mit Jasmin Gerat habe ich bei der Fernsehkomödie „Love is in the Air“ bereits zusammengearbeitet. Ich schätze sie sehr in der Arbeit wie auch als Mensch. Für die Rolle der Tammy passt sie ganz wunderbar. Es ist zwar auch nur ein kleiner Part, aber die Begegnung zwischen ihr und Steffi ist eine ganz zentrale.
Zu Benno Fürmann gibt es eine witzige Anekdote: Er stand verrückterweise in der Tanke, in der wir drehten, bereits schon mal vor 20 Jahren für DER KRIEGER UND DIE KAISERIN von Tom Tykwer. Unser Location-Scout, der damals auch für Tom Tykwer arbeitete, erzählte uns das beim Sichten der verschiedenen Tankstellen, die wir ins Auge fassten. Über die Besetzung des Jupp hatten wir zu dem Zeitpunkt noch gar nicht nachgedacht. Aber da dachte ich mir: Vielleicht ist das ein Wink des Schicksals... Doch auch hier hatte ich zunächst Hemmungen, weil die Rolle für einen Schauspieler wie Benno eigentlich viel zu klein ist. Doch warum nicht nach den Sternen greifen… Zu guter Letzt haben wir sogar Dietmar Bär, den ich bei meiner Arbeit für einen Kölner „Tatort“ kennengelernt hatte, für einen Cameo-Auftritt gewinnen können.

Was war das Besondere an der Zusammenarbeit mit dem renommierten Kameramann Torsten Breuer?

Es war unsere allererste Zusammenarbeit. Ich kannte viele seiner Filme. Torsten ist ein toller Kameramann und obendrein ein super Musiker, was die wenigsten wissen. Er hat unter anderem die Filmmusik zu DER BEWEGTE MANN geschrieben. Wir haben uns viel ausgetauscht während der Vorbereitungszeit in Köln und natürlich später beim Dreh. Nach einem intensiven Arbeitstag hat er abends dann immer noch Musik gemacht - gespielt oder geschrieben. Das ist ein wichtiger Ausgleich für ihn, um den Kopf wieder frei zu kriegen. Ich habe Torsten als Menschen mit weit gefächerten Interessen und vielen Begabungen sehr zu schätzen gelernt. Vor allem natürlich als grandiosen Kameramann!
Er kreiert beeindruckende Kinobilder, die sich aber niemals in den Vordergrund drängen, sondern stets den Figuren und der Handlung unterordnen. Das ist meines Erachtens wahre Größe! Allgemein hatte ich in allen Positionen so tolle Leute am Set, dass eine Art von Pingpong im Austausch stattfand, wie ich es bei all meinen Filmen stets anstrebe. Gute Leute um sich versammeln und auf das reagieren, was sie einbringen – das ist für mich das Ideal von Filmemachen. Lebendig und kommunikativ.
Wobei gute Leute nicht automatisch großen Namen heißt! Hier ist vielleicht auch die Parallele zum Inhalt unseres Films zu finden: Denn beim Filmemachen wie im Leben muss man gucken, wen man an seiner Seite hat. Wenn man darauf achtet und sich Gedanken macht, Menschen findet, bei denen es „Klick“ macht, ist es das Beste, was einem passieren kann.

Sinje Irslinger (Steffi)

SINJE IRSLINGER, 1996 geboren, belegte bereits als Schülerin Schauspielkurse am Comedia Theater in Köln. Als Abschlussarbeit dieser Ausbildung, verfasste sie mit ihren Kommilitonen das Theaterstück „You may say I’m a dreamer“. Eine Schauspielagentin entdeckte Sinje Irslinger bei der anschließenden Aufführung des Stücks. Kurze Zeit später stand sie für den Kurzfilm „Guck woanders hin“ (2011) erstmals vor der Kamera. Mit ihrer zweiten Rolle, in Nicole Weegmanns TV-Drama „Es ist alles in Ordnung“ (2013), wurde sie beim Deutschen Fernsehpreis 2014 mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Es folgten weitere Fernsehangebote, in den Serien „Armans Geheimnis“ (2015, 2017) oder „Der Lehrer“ (2016-2017) oder Erfolgsreihen wie „Tatort“ (2016) und „SOKO Leipzig“ (seit 2016). Ihren ersten Kinoauftritt hatte Sinje Irslinger in dem Kinohit DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT (2018) von Aron Lehmann.

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Max Hubacher (Steve)

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MAX HUBACHER, geboren 1993 in Bern, schnupperte bereits mit sieben Jahren Theaterluft. Mit 13 Jahren spielte er im Schauspielhaus Zürich die Rolle des Knaben Paul in „Liebestraum“ von Robert Walser unter der Regie von Thomas Koerfer. Von 2007 bis 2012 besuchte er den Jugend-Theaterclub des Schlachthaus Theaters Bern. Vor der Kamera stand Max Hubacher zum ersten Mal im Jahr 2009. Im Kinofilm STATIONSPIRATEN von Michael Schaerer spielte er als krebskranker Michi eine der Hauptrollen. Beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2011, beim Internationalen Filmfest in Emden 2011 und 6. Zurich Film Festival gab es zahlreiche Auszeichnungen für den Film. Zudem wurde er als Bester Spielfilm für den Schweizer Filmpreis Quartz 2011 nominiert. Die nächste Hauptrolle ließ nicht lange auf sich warten: Max Hubacher wurde für die Titelrolle des Kinospielfilms DER VERDINGBUB von Markus Imboden besetzt, wo er an der Seite von Katja Riemann und Stefan Kurt spielte und den Schweizer Filmpreis Quartz 2012 als Bester Darsteller erhielt. Im selben Jahr gehörte er auf der Berlinale zu den EFP European Shooting Stars. Des Weiteren war Max Hubacher in NACHTZUG NACH LISSABON (2012) von Bille August und im „Tatort: Schmutziger Donnerstag“ (2012) von Dani Levy zu sehen.

2014 begann er sein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Zu seiner Filmographie zählen auch DRIFTEN (2013) von Karim Patwa und NICHTS PASSIERT (2014) von Micha Lesinsky. Unter der Regie von Juri Steinhart drehte er LASST DIE ALTEN STERBEN (2017). Einen Festivalerfolg feierte er im selben Jahr mit Robert Schwentkes in Schwarzweiß gedrehten Kriegsfilm DER HAUPTMANN, mit dem er als Bester Nachwuchsdarsteller einen Bayerischen Filmpreis gewann. Es folgte der Film 24 LÄUFER (2018) von Hannes Baumgartner. 2017 stand Hubacher für die zweite Staffel der internationalen TV-Serie „The Team“ mit Jürgen Vogel vor der Kamera sowie für die Schweizer Produktion MARIO (2018) unter der Regie von Marcel Gisler.

Heike Makatsch (Eva)

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1971 in Düsseldorf geboren, gehört HEIKE MAKATSCH heute zu den beliebtesten Schauspielerinnen Deutschlands. 1996 gelang ihr der filmische Durchbruch in Detlev Bucks Kultfilm MÄNNERPENSION, für den sie im gleichen Jahr mit dem Bayerischen Filmpreis als Beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet wurde. Danach gehörte sie mit ihrem unkonventionellen und einfühlsamen Spiel zu den Durchstartern des „neuen deutschen Kinos“, spielte aber auch schon 1997 im deutsch-französischen Kinofilm OBSESSION eine Hauptrolle. In Deutschland feierte sie ab 1998 Kinoerfolge u.a. in Filmen wie Doris Dörries Tragikomödie BIN ICH SCHÖN? aus dem Jahr 1998, in Hans-Günther Bückings Ingrid-Noll-Verfilmung DIE HÄUPTER MEINER LIEBEN (1999), in Max Färberböcks AIMÉE UND JAGUAR (1999) und in dem Thriller ANATOMIE 2 (2000) von Stefan Ruzowitzky. Im Jahr 2001 wurde die Wahlberlinerin als deutscher Shooting-Star des europäischen Films geehrt und 2002 erhielt sie die Goldene Kamera als Beste deutsche Schauspielerin. 2003 stand Heike Makatsch in der mit Emma Thompson, Hugh Grant, Alan Rickman und Liam Neeson international hochkarätig besetzten US-Liebeskomödie TATSÄCHLICH LIEBE von Richard Curtis vor der Kamera. Im gleichen Jahr wirkte sie im Sci-Fi-Actionfilm RESIDENT EVIL neben Milla Jovovich mit.

Im Fernsehen allein durch ihre Zeit als VIVA-Moderatorin Vorbild einer ganzen Generation junger Frauen, wurde Heike Makatsch in Dieter Wedels Miniserie „Die Affäre Semmeling“ (2002) auch als Schauspielerin eine feste Institution, bevor sie 2003 in dem mehrfach ausgezeichneten TV-Event „Das Wunder von Lengede“ (Bambi 2003, Adolf-Grimme-Preis 2004) zusammen mit Jan Josef Liefers und Heino Ferch spielte. Im Jahr 2006 wurde Heike Makatsch für die Verkörperung der weltberühmten Teddybärenschneiderin Margarete Steiff mit dem Bambi und mit dem Bayerischen Fernsehpreis, jeweils als Beste Schauspielerin geehrt und erhielt für ihre Darstellung eine Nominierung für den International Emmy 2006, den weltweit bedeutendsten Fernsehpreis. Im Kino begeisterte sie 2005 in Lars Kraumes KEINE LIEDER ÜBER LIEBE neben der fiktiven Band Hansen um Jürgen Vogel und in Ed Herzogs Roadmovie ALMOST HEAVEN. Unter seiner Regie spielte sie im Jahr darauf im Drama SCHWESTERHERZ, für das sie zusammen mit Johanna Adorján auch als Drehbuchautorin verantwortlich war.

2009 sorgte Heike Makatsch mit ihrer lebensnahen und intensiven Verkörperung des deutschen Nachkriegs-Stars Hildegard Knef in Kai Wessels Biopic HILDE für große Aufmerksamkeit beim deutschen Kinopublikum. 2010 gab sie ihr Theaterdebüt am Centraltheater in Leipzig und spielte dort eindrucksvoll die Rolle der Jane in „Paris, 25 Texas“, inszeniert von Sebastian Hartmann nach dem gleichnamigen Film von Wim Wenders. Die Rolle der Tante Polly hat sie nicht nur 2010 in TOM SAWYER sondern auch 2011 in HUCK FINN übernommen. 2012 war sie in Jo Baiers Hermann-HesseVerfilmung DIE HEIMKEHR, sowie in SECHZEHNEICHEN unter der Regie von Henk Handloegten zu sehen. Darüber hinaus agierte Heike Makatsch unter der Leitung von Sebastian Hartmann in den Theaterstücken „Krieg und Frieden“ und „Mein Faust“, die beide am Centraltheater Leipzig aufgeführt wurden. 2013 war sie unter der Regie von Kilian Riedhof neben Didi Hallervorden in dem Kinofilm SEIN LETZTES RENNEN zu sehen. 2014 spielte Heike Makatsch am Deutschen Theater Berlin während der Autorentage unter der Leitung von Stephan Kimmig in dem Stück „Tag der weißen Blume“. 2014 war sie in dem Kinofilm ALLES IST LIEBE unter der Regie von Markus Goller und in dem ZDF-Film „Zweimal zweites Leben“ zu sehen. 2016 war Heike Makatsch erstmals als „Tatort“-Kommissarin in der ARD zu sehen sowie in der Serie „Paare“ von Johannes Buchholz. Es folgte RICO, OSKAR UND DER DIEBSTAHLSTEIN (2016) unter der Regie von Neele Leana Vollmar. 2017 spielte sie in DAS PUBERTIER – DER FILM unter der Regie von Leander Haußmann und in FREMDE TOCHTER von Stephan Lacant, mit dem sie auch „Zielfahnder: Blutiger Tango“ drehte, der im Oktober 2019 ausgestrahlt wurde. Nach einem weiteren „Tatort“- Einsatz, übernahm die Schauspielerin 2018 im Kinofilm DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT von Aron Lehmann eine Rolle. 2018 war sie darüber hinaus die Synchronstimme vom Hasenmädchen „Flopsi“ im Animations- Kassenschlager PETER HASE, dem im Dezember ein zweiter Teil folgen wird, PETER HASE 2 – EIN HASE MACHT SICH VOM ACKER, bei dem sie wieder das Hasenmädchen spricht. Zuletzt war Heike Makatsch als Zora Zack in BENJAMIN BLÜMCHEN im Kino zu sehen sowie in der Hauptrolle der TV-Moderatorin „Lisa“ in Philipp Stölzls Musicalverfilmung ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK (2019).

Til Schweiger (Frank)

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TIL SCHWEIGER wurde 1963 in Freiburg geboren. Er studierte zunächst Germanistik und wollte Lehrer werden, besuchte dann die Schauspielschule in Köln, sammelte erste Bühnenerfahrungen und übernahm 1991 die Rolle des Jo Zenker in der Kultserie „Lindenstraße“. Fernsehrollen spielte er unter anderem in der populären Serie „Die Kommissarin“ (1994–2006) sowie in den Fernsehfilmen „Lemgo“ (1994), „Adrenalin“ (2000) und „Die Halbstarken“ (1996).

MANTA, MANTA (1991) machte ihn beim Kinopublikum bekannt, EBBIES BLUFF (1993) brachte ihm den Max-Ophüls-Preis als Bester Nachwuchsschauspieler ein. Mit dem Riesenerfolg DER BEWEGTE MANN (1994) schaffte er seinen Durchbruch und bekam für die Rolles des Axel Feldheim den Bambi verliehen. Es folgten MÄNNERPENSION (1996), DAS SUPERWEIB (1996), KNOCKIN’ ON HEAVEN’S DOOR (1997), den er auch selbst produzierte, und DER GROSSE BAGAROZY (1999). 26 Für seine erste englischsprachige Rolle in BASTARD (1997) gewann er den Filmpreis als erster ausländischer Schauspieler auf dem Polnischen Filmfestival.

Til Schweiger konnte auch in Hollywood mit zahlreichen Filmen überzeugen. Nach seinem Einstand mit THE REPLACEMENT KILLERS (1998) folgten JUDAS KISS (1998), PUNK! (1989), MAGICIANS (2000), INVESTIGATING SEX (2001) und der Rennfahrerfilm DRIVEN (2001) mit Sylvester Stallone und Burt Reynolds. Weiterhin spielte er an der Seite von Angelina Jolie in LARA CROFT: TOMB RAIDER – DIE WIEGE DES LEBENS (2003), mit William H. Macy in IN ENEMY HANDS (2004), mit Keira Knightley in KING ARTHUR (2004) und mit Rob Schneider in DEUCE BIGALOW: EUROPEAN GIGOLO (2005). Ferner übernahm er Rollen in DIE DALTONS GEGEN LUCKY LUKE (2004), DER BODYGUARD – FÜR DAS LEBEN DES FEINDES (2007), FAR CRY (2008) sowie in Tarantinos Meisterwerk INGLOURIOUS BASTERDS (2009).

In deutschen Kinofilmen spielte Til Schweiger parallel verschiedene Rollen, so war er als Weltraum-Cowboy Rock in Michael Bully Herbigs (T)RAUMSCHIFF SURPRISE – PERIODE 1 (2004) zu sehen, der ihm den Bambi und den Deutschen Comedypreis einbrachte. Weitere Filme, in denen er mitwirkte, waren WAS TUN, WENN’S BRENNT? (2001), WO IST FRED? (2006), DER ROTE BARON (2008), PHANTOMSCHMERZ (2009), MÄNNERHERZEN (2009) sowie MÄNNERHERZEN ... UND DIE GANZ GANZ GROSSE LIEBE (2011).

1998 inszenierte Til Schweiger sich selbst in DER EISBÄR. Ein Hit war auch seine zweite Regiearbeit BARFUSS (2005), in der er neben Johanna Wokalek auch die Hauptrolle übernahm. Für diese Leistung erhielt Schweiger einen weiteren Bambi. 2007 verbuchte er als Ko-Autor, Regisseur und Hauptdarsteller einen gigantischen Erfolg mit KEINOHRHASEN, den über sechs Millionen Zuschauer im Kino sahen. Schweiger gewann dafür den Publikumspreis bei der Verleihung der Bayerischen Filmpreise, erneut den Bambi und den Deutschen Comedy Award. Danach folgte die Abenteuerkomödie 1 1/2 RITTER – AUF DER SUCHE NACH DER HINREISSENDEN HERZELINDE (2008) mit sich in der Hauptrolle, die er wieder als Regisseur und Produzent inszenierte. 2009 realisierte er ZWEIOHRKÜKEN, die Fortsetzung seines Erfolgs KEINOHRHASEN. Auch in dieser rasanten Beziehungskomödie übernahm er an der Seite von Nora Tschirner die Hauptrolle. 2011 verantwortete Schweiger als Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Hauptdarsteller die Komödie KOKOWÄÄH, die fast 4,5 Millionen Zuschauer im Kino sahen. 2012 erwies er den in Afghanistan kämpfenden deutschen Soldaten seinen Tribut mit dem Action-Thriller SCHUTZENGEL, in dem Schweiger und seine Tochter Luna die Hauptrollen übernahmen. 2013 etablierte sich KOKOWÄÄH 2 als weiterer großer Kinohit. 27 Anschließend inszenierte Schweiger zusammen mit Maya Gräfin Rothkirch seinen ersten Animationsfilm: KEINOHRHASE UND ZWEIOHRKÜKEN (2013), in dem er auch als Sprecher mitwirkte.

Weihnachten 2014 folgte HONIG IM KOPF (Regie/Produktion/Drehbuch) mit Dieter Hallervorden und Emma Schweiger in den Hauptrollen. Die bewegende Tragikomödie zählt mit über sieben Millionen Zuschauern inzwischen zu den erfolgreichsten deutschen Filmen aller Zeiten. HONIG IM KOPF erhielt unter anderem den Deutschen Filmpreis für den besucherstärksten Film, die Romy als Bester Film und für die Beste Regie, den Jupiter Award, den Civis-Medienpreis sowie den Bambi als Ehrenpreis der Jury. Seit April 2013 tritt Til Schweiger als Hamburger Ermittler im „Tatort“ auf. 2016 startete der erste Kinoeinsatz des Hamburger Teams: TSCHILLER: OFF DUTY.

Weihnachten 2016 startete Wolfgang Petersens Komödie VIER GEGEN DIE BANK mit Til Schweiger, Matthias Schweighöfer, Jan Josef Liefers und Michael Bully Herbig in den Hauptrollen. Anfang 2018 waren Schweiger und Schweighöfer ebenfalls als Hauptdarsteller in der Komödie HOT DOG zu sehen. Im Frühjahr 2017 kam Til Schweigers Regiearbeit CONNI & CO 2 – DAS GEHEIMNIS DES T-REX in die Kinos. Als einer von zehn Regisseuren ist Schweiger an der international hochkarätig besetzten Film-Anthologie BERLIN, I LOVE YOU (2019) beteiligt. Von Mai bis Juli 2018 produzierte und inszenierte er das englischsprachige Remake von HONIG IM KOPF: HEAD FULL OF HONEY.

Im September 2018 kam KLASSENTREFFEN 1.0 in die deutschen Kinos und begeisterte damit wieder einmal mehr als eine Million Kinogäste. 2020 folgte die Fortsetzung DIE HOCHZEIT.

Daneben produzierte Schweiger zahlreiche Filme, darunter Lars Büchels JETZT ODER NIE – ZEIT IST GELD (2000), Thomas Jahns AUF HERZ UND NIEREN (2001) und ganz aktuell, die Prime-Video-Doku über Bastian Schweinsteiger, „Schw31ns7eiger: Memories – Von Anfang bis Legende“, die zu den erfolgreichsten Titeln der letzten Jahre auf Prime Video gehört. Als Koproduzent war Schweiger an ERBSEN AUF HALB 6 (2004), PHANTOMSCHMERZ (2009), WÜSTENBLUME (2009), NICHT MEIN TAG (2014), HALBE BRÜDER (2015), 8 SEKUNDEN – EIN AUGENBLICK UNENDLICHKEIT (2015), Volker Schlöndorffs RÜCKKEHR NACH MONTAUK (2017) sowie VIELMACHGLAS (2018) beteiligt. Aktuell bereitet er seinen neuen Film mit Arbeitstitel DIE RETTUNG DER UNS BEKANNTEN WELT vor.

Jürgen Vogel (Matanola)

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JÜRGEN VOGEL, 1968 in Hamburg geboren, gehört mit seinem markanten Lachen und seiner offenen Art zu den beliebtesten Schauspielern Deutschlands.

Mit Sönke Wortmanns KLEINE HAIE gelang ihm 1992 der große Durchbruch. Obwohl Jürgen Vogel die Schauspielschule bereits nach nur einem Tag verließ, überzeugt er seither durch ein vielseitiges Rollenrepertoire in über 100 TV- und Kinoproduktionen. Ob als Krimineller, rachsüchtiger Bruder, Mörder oder als liebender Ehemann: Jürgen Vogel begeistert durch sein nuanciertes Spiel immer wieder das Publikum. Er schätzt das direkte und authentische Spiel. Durch seinen Mut, auch in unbequeme Rollen zu schlüpfen, wurde er zu einem der wichtigsten Schauspieler für den deutschen Autorenfilm.

2006 sorgte der Film DER FREIE WILLE von Matthias Glasner bei der Berlinale für jede Menge Gesprächsstoff. Jürgen Vogel spielt darin einen Vergewaltiger, der seine Probleme nicht in den Griff bekommt und sich dann das Leben nimmt. Die Jury zeichnete ihn für seine künstlerische Gesamtleistung als Schauspieler, Koautor und Koproduzent des Films mit dem Silbernen Bären aus. Im selben Jahr wurde er ebenfalls als Bester Darsteller beim Tribeca Film Festival sowie mit dem Silver Hugo Award beim Chicago Film Festival geehrt. Mit Matthias Glasner arbeitete Jürgen Vogel auch später für die Filme THIS IS LOVE (2009) und GNADE (2012) zusammen.

Doch Jürgen Vogel versteht sich auch sein Schauspieltalent im Unterhaltungskino wie etwa in den Komödien WO IST FRED (2006) von Anno Saul oder KEINOHRHASEN (2007) von Til Schweiger zu zeigen. In Lars Kraumes KEINE LIEDER ÜBER LIEBE (2005) an der Seite von Heike Makatsch und Florian Lukas bewies der Schauspieler auch großes Improvisationstalent. In der eigens für diesen Film gegründeten Band Hansen tourte er durch Deutschland und sang live vor echtem Publikum. Vogel hat in den letzten Jahren in einer Reihe hochkarätiger Kinofilme mitgewirkt: in DER MANN AUS DEM EIS (2016) von Felix Randau, der beim Locarno Festival Weltpremiere feierte, in Oskar Roehlers autobiografischer Verfilmung QUELLEN DES LEBENS (2013), im Thriller STEREO (2014) von Maximilian Erlenwein, für den er mit Moritz Bleibtreu vor der Kamera stand, in der Verfilmung des Charlotte-Roche-Bestsellers SCHOSSGEBETE (2014), der unter der Regie von Sönke Wortmann entstand, sowie in dem Drama HIN UND WEG (2014) von Christian Zübert. Jürgen Vogel wurde im Laufe seiner Karriere mit zahlreichen Preisen geehrt: Für ROSAMUNDE (1989) erhielt er 1990 den Bayerischen Filmpreis als Bester Nachwuchsdarsteller. Für KLEINE HAIE und EMMAS GLÜCK (2007) bekam er jeweils weitere Bayerische Filmpreise und für DAS LEBEN IST EINE BAUSTELLE (1997) den Deutschen Filmpreis. Für seine Darstellung in WO IST FRED und EIN FREUND VON MIR (2006) wurde er jeweils mit dem Ernst-Lubitsch-Preis ausgezeichnet. Für die TV-Produktion „Das Phantom“ (2000) von Dennis Gansel erhielt er außerdem einen Adolf-Grimme-Preis.

Zuletzt zählte er zum Cast von Viviane Andereggens DIE DREI !!! (2019), Elisa Mishtos STILLSTEHEN (2018) und Philipp Kadelbachs SO VIEL ZEIT (2018). Vogel drehte zuletzt mit Marc Rothemund ES IST ZU DEINEM BESTEN, der im Oktober in die Kinos kommen soll.

Benno Fürmann (Jupp)

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BENNO FÜRMANN wurde 1972 in Berlin geboren. Nach seinem Debüt vor der Kamera, einer Nebenrolle in Edgar Reitz’ Fernsehserie „Die zweite Heimat – Chronik einer Jugend“ (1992), begann er eine Ausbildung am berühmten Lee Strasberg Theatre Institute. Seinen Durchbruch konnte er einige Jahre später in der Titelrolle von Roland Suso Richters Fernsehfilm „Die Bubi Scholz Story“ (1998) feiern.

Seit seinem Auftritt in Til Schweigers und Granz Henmans Tragikomödie DER EISBÄR (1998) ist er aus dem deutschen Kino nicht mehr wegzudenken. So war er unter anderem in PÜNKTCHEN AND ANTON (1999) von Caroline Link, ST. PAULI NACHT (1999) von Sönke Wortmann, ANATOMIE (2000) von Stefan Ruzowitzky, und in FREUNDE (2000) von Martin Eigler zu sehen. Einem größeren Publikum bekannt wurde er durch Tom Tykwers Drama DER KRIEGER UND DIE KAISERIN (2000), gefolgt von NACKT (2002) von Doris Dörrie und der internationalen Produktion SIN EATER – DIE SEELE DES BÖSEN (2003) von Brian Helgeland. Die Bandbreite seines Talents bewies Benno Fürmann in drei Filmen von Christian Petzold – WOLFSBURG (2002), GESPENSTER (2005) und JERICHOW (2008), in Vivian Naefes Kinder- und Jugendfilmreihe DIE WILDEN HÜHNER (2006, 2007, 2008), in Marc Rothemunds Komödie PORNORAMA ODER DIE BEKENNTNISSE DER MANSTOLLEN NÄHERIN RITA BRAUCHTS (2007), in Leander Haußmanns Komödie WARUM MÄNNER NICHT ZUHÖREN UND FRAUEN SCHLECHT EINPARKEN (2007), in Philip Stölzls Bergsteigerdrama NORDWAND (2008), in SPEED RACER (2008) von den Geschwistern Wachowski, und als einer der Väter im Kinderfilm DIE TEUFELSKICKER (2010) von Granz Henman. 2011 war er als Indiana Joe in Hermine Huntgeburths TOM SAWYER-Verfilmung zu sehen.

Benno Fürmann wurde für seine Rolle im Kriminaldrama FREUNDE (2000) als Bester Darsteller mit dem Bayerischen Filmpreis preisgekrönt, mit dem Adolf-Grimme-Preis für seine Rolle in WOLFSBURG (2002), dem Deutschen Fernsehpreis für „Die Bubi Scholz Story“ (1998), und bekam außerdem 2008 den DIVA – Deutscher Entertainment Preis als Schauspieler des Jahres verliehen.

2014 war er in den Filmen DER BLINDE FLECK unter der Regie Daniel Harrich, DIE EINSAMKEIT DES KILLERS VOR DEM SCHUSS von Florian Mischa Böder und in der Familienkomödie QUATSCH UND DIE NASENBÄRBANDE von Veit Helmer zu sehen. 2015 trat er auf in VON GLÜCKLICHEN SCHAFEN von Kader Sözen und HEIL! von Dietrich Brüggemann. 2016 war er auf der großen Leinwand in VOLT unter der Regie von Tarek Ehlail vertreten, 2017 in Lola Randls FÜHLEN SIE SICH MANCHMAL AUSGEBRANNT UND LEER? und 2018 in der internationalen Koproduktion INTRIGO – TOD EINES AUTORS. Zuletzt war Benno Fürmann unter anderem in der Sky-Serie „Babylon Berlin“ (seit 2017), inszeniert von Tom Tykwer, Achim von Borries und Henk Handloegten, zu sehen, in „SCHULD nach Ferdinand von 30 Schirach“ (2015-2019), dem TV-Thriller „9 Tage wach“ (2020) und in der Netflix-Serie „Biohackers“ (2020).

Jasmin Gerat (Tammy)

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Jasmin Gerat moderiert ab ihrem 15. Lebensjahr Erfolgsformate wie „Bravo TV“ und „MTV Alarm“. Mit ihrem Kinodebüt CAIPIRANHA (1997) konzentriert sie sich ausschließlich auf die Schauspielerei. 2004 stellt Jasmin Gerat in MÄDCHEN, MÄDCHEN 2 – LOFT ODER LIEBE? ihr komödiantisches Talent unter Beweis und überzeugt im TV in Lars Beckers „Nachtschicht – Vatertag“ in einer ernsten Rolle.

In der „SOKO Köln“ verkörperte sie von 2005 bis 2007 die deutsch-türkische Kommissarin Jale Beck und stand in der Folge häufiger für Thriller vor der Kamera, etwa in „Eine Frau verschwindet“ (2011) von Matti Geschonnek, „Im Tunnel“ (2016) und in „Der Gutachter – Ein Mord zu viel“ (2017). Zudem übernahm Jasmin Gerat in der internationalen Krimireihe „Das Team“ (2013/2014) eine der drei Hauptrollen.

Nach ihrer Gastrolle in ZWEIOHRKÜKEN (2009) besetzte Til Schweiger die Berlinerin auch in KOKOWÄÄH (2010) sowie der Fortsetzung KOKOWÄÄH 2 (2013). Im Kino überzeugte Jasmin Gerat zudem in den letzten Jahren in MANN TUT WAS MANN KANN (2012), HEUTE BIN ICH BLOND (2013), NICHT MEIN TAG (2013), und den WENDY VERFILMUNGEN (2017/2018), sowie 2019 in KALTE FÜSSE.

2019 übernimmt sie als Kommissarin Stascha Novak die erfolgreiche ARD/Degeto Krimireihe „Kroatienkrimi“ und dreht derzeit wieder zwei 90-Minüter.

André Erkau (Regie)

ANDRÉ ERKAU wurde 1968 in Dortmund geboren. Nach einer Schauspielausbildung in Hamburg und einigen Jahren am Theater studierte er an der Kölner Kunsthochschule für Medien von 2001 bis 2005 Filmregie. Das Studium schloss er mit Auszeichnung ab. Sein Diplomfilm „37 ohne Zwiebeln“ (2005) erhielt auf dem MaxOphüls-Festival 2006 den Kurzfilm-Preis und den Preis der Interfilm-Jury, danach folgten weitere Preise, u.a. der Studio Hamburg Nachwuchspreis für das beste Drehbuch und der Prosieben-Preis für Beste Regie Deutscher Film. Erkaus Debüt als Spielfilmregisseur, SELBSTGESPRÄCHE (2007), inszenierte er nach selbstgeschriebenem Drehbuch und wurde mit dem Max-Ophüls-Preis 2008 ausgezeichnet.

Die Kombination aus emotionalen Geschichten und lässigem Humor ist zu seinem Markenzeichen geworden. 2011 kommt mit ARSCHKALT sein zweiter Film in die Kinos, der ebenfalls auf selbstgeschriebenem Drehbuch basiert. Im November 2012 folgte Erkaus dritter abendfüllender Spielfilm DAS LEBEN IST NICHTS FÜR FEIGLINGE nach dem gleichnamigen Roman von Gernot Gricksch. Auf diesen Erfolg reihten sich zwei Folgen für den „Tatort“ ein. Sein Familienfilm WINNETOUS SOHN kam im April 2015 in die deutschen Kinos und wurde auf dem Warsaw Film Festival 2015 mit dem Publikumspreis sowie mit dem Emil ausgezeichnet.

Sein Kinofilm HAPPY BURNOUT, in dem Erkau einen kleinen Gastauftritt als Burnout-Patient „Herr Rekau“ hat, startete deutschlandweit erfolgreich im Frühjahr 2017. Bevor er sich GOTT, DU KANNST EIN ARSCH SEIN! annahm, inszenierte Erkau drei Fernsehprojekte: „Love Is in the Air“ (2017), „Liebe auf den ersten Trick“ (2017) und „Auf einmal war es Liebe“ (2019). Zurzeit schreibt Erkau mit ALLER GUTEN DINGE SIND WIR (AT) an einer neuen Kino-Komödie.

Tommy Wosch (Produktion & Drehbuch)

Vor seiner Tätigkeit als Produzent, Regisseur, Autor und Moderator studierte TOMMY WOSCH Jura an der Universität Augsburg und schloss mit dem zweiten Staatsexamen ab. Er moderierte diverse Radio-Sendungen für Radio Fritz (ARD) und war auf Radio Energy mit seiner bundesweiten Personality-Show zu hören. Im Fernsehen moderierte er Sendungen, wie z.B. „Star Wosch“ und die „Prosieben MorningShow“. Wosch blickt zudem auf jahrelange Comedy-Erfahrung als Produzent, Autor und Regisseur zurück. Er produzierte u.a. die Sketch-Comedy-Serie „Zack! Comedy nach Maß“ für SAT.1 sowie die Comedysendungen „Böse Mädchen“ und „In jeder Beziehung“ für RTL, die beide für den Deutschen Comedypreis nominiert waren. Seine Sendung „Böse Mädchen“ erhielt zudem eine Nominierung für den Emmy sowie die Rose d’Or.

Seit 2015 leitet Tommy Wosch die Comedy-Unit der UFA Fiction. Für diese hat er die Sitcom „Triple Ex“ sowie zwei Staffeln der Serie „Beck Is Back!“ für RTL produziert. Im Januar 2020 startete zudem die Sitcom „Schwester, Schwester – Hier liegen Sie richtig!“ bei RTL, deren zweite Staffel gerade gedreht wird. Neben seiner Tätigkeit als Produzent moderierte Tommy Wosch bei radioeins von 2016 bis 2019 die Sendung „radioZWEI“ und aktuell die Satiresendung „Bonnies Ranch“.

Katja Kittendorf (Drehbuch)

Seit 20 Jahren schreibt Katja Kittendorf Drehbücher. So entstanden unter ihrer Mitarbeit Kinofilme wie Bujar Alimanis DIE ALBANISCHE JUNGFRAU (2020), OB IHR WOLLT ODER NICHT! (2009) von Ben Verbong, und viel Fernsehunterhaltung. Ob Kindergeschichten für „Die Pfefferkörner“, „Emmas Chatroom“ und „Der Seehund von Sanderoog“, oder Spielfilme wie „Holger sacht nix“, „Schnitzel für alle“, „Plötzlich Model“ oder „Eltern und andere Wahrheiten“ für erwachsene Zuschauer*innen.

Katja Kittendorf war als Headautorin für die zehn Filme der ZDF-Reihe „Tonio & Julia“ verantwortlich. Gemeinsam mit Ingo Heab hat sie die Reihe „Schnitzel XXL“ geschrieben. Der Dreh für das Märchen „Helene“ aus der Reihe „Sechs auf einen Streich“ beginnt im Juli 2020. Momentan schreibt sie für die Reihe „Ballouz“ für XFilme, und entwickelt, wie könnte es anders sein, ein Serienkonzept für einen Streamingdienst. Katja Kittendorf lebt mit Mann und Sohn bei Hamburg.

Besetzung

Steffi Pape - Sinje Irslinger
Steve - Max Hubacher
Frank Pape - Til Schweiger
Eva Pape - Heike Makatsch
Lola Pape - Nuala Bauch
Fabian - Jonas Holdenrieder
Jupp - Benno Fürmann
Matanola - Jürgen Vogel
Tammy - Jasmin Gerat
Armin - Dietmar Bär
Dr. Sahms - Inka Friedrich

Stab

Regie André Erkau
Drehbuch Tommy Wosch, Katja Kittendorf
Buchvorlage Frank Pape
Produzent Tommy Wosch
Producer Viola-Franziska Bloess
Executive Producer Philipp Steffens, Sylke Poensgen (RTL)
Kamera Torsten Breuer
Szenenbild Thorsten Sabel
Kostümbild Sarah Raible, Min Sun Kim
Maskenbild Jennifer Porscheng, Sabine Muschalek, Anke Ebelt
Casting Emrah Ertem
Editor Robert Kummer
Filmmusik Michael Regner
Originalsongs Michael Regner, Florian Kreier

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