Montag bis Freitag um 19 Uhr
Das perfekte Dinner

Das perfekte Dinner

Hier wird richtig aufgetischt – und das sehr erfolgreich seit bereits über 15 Jahren! Nach Original-Rezept vom 6. März 2006 schaut die Koch-Doku auch heute noch jeden Vorabend von Montag bis Freitag ambitionierten Gastgebern in die Töpfe und ihre eigenen vier Wände. Damit ist die Sendung die am längsten laufende werktägliche Koch-Doku in der deutschen Fernsehlandschaft. Seit über einem Jahrzehnt bringt das „Dinner“, das sogar mit dem Deutschen Fernsehpreis („Beste Kochshow“) ausgezeichnet wurde, fünf völlig unterschiedliche Hobbyköche aus einer Stadt oder Region zusammen, die sich gegenseitig beschnuppern, bekochen und im Anschluss ihre Drei-Gänge-Menüs und Gastgeberqualitäten mit null bis zehn Punkten bewerten. Ist der Tisch angemessen dekoriert, die Speisenauswahl harmonisch und der Service zuvorkommend? Dabei wird gekleckert, geklotzt, gezickt, gelacht und sich vor Rührung in den Armen gelegen. Wer „Das perfekte Dinner“ gewinnt, erfahren die Teilnehmer erst am Ende der Woche, wenn jeder einmal Gastgeber war. Der Sieger erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro.

Fakten zu 15 Jahren „Das perfekte Dinner“ (Jubiläum am 6.3.2021)

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„,Das perfekte Dinner‘ hat das Genre Koch-Doku neu erfunden, VOX den ersten Fernsehpreis beschert und ist bis heute ein großer Publikumsliebling. Dass die Zuschauer nach wie vor hungrig auf das Format sind, ist vor allem dem großartigen Team dahinter zu verdanken. Die Kollegen bei unserem Produktionspartner ITV Studios und hier bei VOX sind mit einer unglaublichen Leidenschaft am Werk und suchen Woche für Woche nach den perfekten Zutaten, um den Zuschauern, das „perfekte Dinner“ zu servieren. Dafür möchten wir allen Beteiligten ganz herzlich danken. Mein Dank gilt auch allen Hobbyköchen, die uns in den letzten 15 Jahren einen Einblick in ihr Privatleben gewährt haben. Gedanklich stoße ich mit allen an.“

Bis zum 06. März 2021 wurden 3697 Folgen der Koch-Doku ausgestrahlt.

Bislang haben 3.715 „Dinner“-Hobbyköche schon den Kochlöffel geschwungen – darunter 1.920 Gastgeberinnen und 1.795 männliche Gourmets.

Im Durchschnitt sind die Teilnehmer 39 Jahre alt.

Sie vergaben bereits unglaubliche 100268 Punkte für 11.145 zubereitete Vor-, Haupt- und Nachspeisen.

Über eine Millionen Euro gingen schon an 876 „Dinner“-Gewinner.

Im Schnitt erreichten die „Dinner“-Sieger 34 Punkte für ihre Menüs.

Am häufigsten auf dem Siegertreppchen: die Herren der Schöpfung mit 478 Siegen nach Punkten.

Acht Hobbyköche schafften sogar den 40-Punkte-Sieg. Im Dezember 2006 erhielt die 62-jährige Dagmar aus Bielefeld als erste Gastgeberin für ihren Abend die volle Punktzahl. Weitere 40-Punkte-Sieger sind Nina aus Köln, Bernd aus dem Allgäu, Jürgen aus Dresden, Linda aus Rostock, Gerhard aus Wien und Felix aus dem Ruhrgebiet, Volker aus Augsburg, Peter vom Niederrhein und Caroline aus Bayreuth. Zusätzlich erreichten sechs Undercover-Köche aus „Wer ist der Profi?“ die volle Punktzahl, Manuela aus Lübeck, Sebastian aus Köln, Marcel aus Hamburg und Christian aus München, Dennis aus Essen und Alexander aus Erkelenz.

Gastgeber aus über 120 Städten und Regionen konnten bereits ihr Kochtalent unter Beweis stellen. Die meisten „Dinner“ fanden in den Großstädten Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln und München, Hannover, Frankfurt sowie im Ruhrgebiet statt. Doch nicht nur in Deutschland wurde schon aufgetischt – sogar in New York, Los Angeles, Texas, Namibia, Kapstadt, Paris, Wien, Südtirol, Marrakesch, Irland, Amsterdam, Graz, Ibiza und auf Mallorca gab es bereits kulinarische Highlights.

 

Pannen-Alarm beim "Dinner"

Wo leidenschaftlich unter Bewertungsdruck gekocht wird, klappt nicht immer alles nach Plan. Doch was diese beiden Hobbyköche an ihrem „Dinner“-Abend durchmachen mussten, eröffnet eine ganz neue Kategorie der Küchen-Unfälle:

Hobbyköchin Benson aus Essen wartet im März 2011 entspannt auf ihre „Dinner“-Gäste. Ein ohrenbetäubender Krach reißt sie plötzlich aus der Routine. Im wichtigsten Raum des Tages – der Küche – hat ein Hängeschrank eigenständig mit viel Radau beschlossen, dass er nicht am „perfekten Dinner“ teilnehmen möchte: http://www.vox.de/cms/schlimmer-geht-s-nimmer-2662707.html
 
Im Oktober 2014 schießt Teilnehmer Stefan aus Gummersbach den Vogel ab: In freudiger Erwartung sitzen seine Gäste am gedeckten Tisch, während er in der Küche versucht, ein Bierfass anzustechen. Es funktioniert – das Bier fließt in Strömen – doch nicht in die Gläser, sondern fröhlich an die Zimmerdecke: http://www.vox.de/cms/stefans-bierdusche-2662637.html

Katja Rieger

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Interview mit Katja Rieger, Leitung Real Life/Factual Entertainment und Executive Producer bei VOX:


Du bist seit der 1. Stunde dabei – hättest du damals gedacht, dass ihr mal 3.500 Folgen feiern werdet?
Ja natürlich. Ich habe von Anfang an gespürt: Das wird ein Dauerbrenner! Okay, vielleicht war ich 2006 nicht ganz so optimistisch. Aber ich ahnte schon, dass das „Dinner“ keine Eintagsfliege ist.

Welche „Dinner“-Kandidaten haben dich rückblickend am meisten überrascht und womit?
Oh my god, bei Tausenden von Kandidaten kann ich das gar nicht sagen. Am liebsten sind mir die etwas schrägen und verpeilt wirkenden Kandidaten, die eine Heldenreise hinlegen.

Gibt es beim „Dinner“ ein sprichwörtliches Erfolgsrezept, um zu gewinnen?/Wer hat gute Chancen, zu gewinnen?
Gutes und überraschendes Kochen punktet immer – vor allem ein fulminantes Dessert. Aber man muss den Gästen auch eine Wohlfühlatmosphäre bieten, dann ist der Sieg in greifbarer Nähe.

Was sollte man vermeiden, um nicht den letzten Platz beim „Dinner“ zu bekommen?
Man sollte den Gästen nicht das Gefühl geben, dass es einem lediglich ums Geld geht und dass man sich so wenig Mühe wie möglich machen möchte. Das kommt nicht gut an.

Warum ist deiner Meinung nach „Das perfekte Dinner“ bei Jung und Alt immer noch so beliebt?
Tja, wenn ich das wüsste. Vielleicht ist das „Dinner“ eine der wenigen Konstanten, die man noch im Leben hat. Es ist die Kombination aus vielen Zutaten: Wir bringen fremde Menschen zusammen, die die Leidenschaft des Kochens und Gastgebens teilen. Und wir dürfen sie dabei begleiten, wie sie ihren Gastgebertag mit allen Aufs und Abs gestalten. Wir bieten Unterhaltung, Inspiration, wecken Neugierde und machen Mut, mal selber Dinge auszuprobieren. Da ist doch für jeden etwas dabei.

Was ist dein eigenes Lieblingsessen?
Mamas Königsberger Klopse.

Deine Lieblingsküche ist welche?
Eher die asiatische Küche.

Dein Tipp, wenn sich spontan Besuch anmeldet – was kommt immer gut an?
Viel Alkohol.

Welche Eigenschaften braucht ein perfekter Gastgeber?
Er sollte organisiert sein, in sich ruhen, gerne Menschen um sich haben und ja, ein bisschen kochen können sollte er auch.

Was hast du alles vom „Dinner“ gelernt?
Perfekt zu sein, ist nicht immer zielführend. Und ein grandioser letzter Gang kann so Einiges rausreißen.

Was bedeutet Essen für dich?
Manchmal nur Nahrungsaufnahme, manchmal reiner Genuss.

Wie sehen deine Arbeitstage rund um das „Dinner“ aus?
Um das „Dinner“-Tagesgeschäft kümmern sich liebevoll zwei Kollegen. Ich mische mich ein, wenn es um größere Veränderungen geht und ab und zu gehe ich noch mal mit in eine Castingabnahme. Ist halt immer wieder spannend, wer sich so alles bewirbt.

Was macht für dich den besonderen Reiz deiner Arbeit aus?
Dass es nie langweilig wird und es immer um Menschen und ihre Geschichten geht.


 

Yvonne Matuchniak , Head of Casting bei ITV Studios Germany

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Interview mit Yvonne Matuchniak , Head of Casting bei ITV Studios Germany

Du bist seit der 1. Stunde dabei – hättest du damals gedacht, dass ihr mal 3.500 Folgen feiern werdet?
Im Leben nicht! Wer hätte damit rechnen können? Ich freue mich aber sehr über diesen „Langstreckenlauf“ des „perfekten Dinners“. In meinem Team arbeitet seit Kurzem ein junger Redaktionsassistent, der schon als Teenager mit seinen Eltern Abend für Abend das „Dinner“ geschaut hat. Das ist einfach beeindruckend! Auch für mich!

Worauf achtest du bei einem potentiellen „Dinner“-Kandidaten?
„Dinner“-Kandidaten müssen einfach das „gewisse Etwas“ haben. Entweder schwärmen sie vom Kochen und Essen, sodass ich denke: „Mmmh, von ihr/ihm würde ich mich auch gerne mal bekochen lassen“ oder sie unterhalten uns durch ihre Art, zu erzählen oder es sind ihre besonderen Eigenschaften.

Welche Tipps kannst du künftigen Bewerbern mit auf den Weg geben?
Ein guter Tipp ist sicherlich, sich möglichst viel Zeit für die Drehwoche zu nehmen, ein wenig Selbstironie mitzubringen und zu versuchen, den Mitstreitern gegenüber fair und freundlich zu bleiben!

Wie läuft so ein Casting ab?
Nachdem unsere Kollegen Kontakt zu einem Bewerber aufgenommen haben und alle notwendigen Grundvoraussetzungen für eine mögliche Teilnahme sichergestellt wurden, findet ein ausführliches Kennenlerngespräch am Telefon statt. Die ausgewählten Aspiranten werden danach von einem zweiköpfigen Castingteam zu Hause besucht. Dort wird eine kleine Homestory gedreht. Nach Rückkehr des Teams entsteht im Schnitt ein Vorstellungsvideo, mit dem die Aspiranten der Redaktion und dem Sender präsentiert werden. Die endgültige Runde für das „perfekte Dinner“ wird ausgesucht und die gecasteten Bewerber und Teilnehmer im Anschluss über die Senderentscheidung informiert.

Welche „Dinner“-Kandidaten haben dich rückblickend am meisten überrascht und womit?
Ein echtes Highlight war ein Kandidat aus Hannover, der das erste Sous-vide gegarte Fleisch zubereitet hat und das in der oberen Etage seiner Spülmaschine.

Gibt es beim „Dinner“ ein sprichwörtliches Erfolgsrezept, um zu gewinnen?/Wer hat gute Chancen, zu gewinnen?
Offene und vor allem authentische Gastgeber kommen in der Regel am besten an und punkten damit auch am meisten.

Was sollte man vermeiden, um nicht den letzten Platz beim „Dinner“ zu bekommen?
Eher schlecht ist ständiges Gemeckere und übersteigerter Ehrgeiz gepaart mit mangelnder Erfahrung.

Warum ist deiner Meinung nach „Das perfekte Dinner“ bei Jung und Alt immer noch so beliebt?
Nach wie vor ist es die heterogene Mischung der Kandidaten, die den Reiz der Sendung ausmacht. Quer durch alle Generation und Gesellschaftsschichten wird gebrutzelt und gebraten und anschließend zusammen am Tisch gesessen.

Was ist dein eigenes Lieblingsessen?
Mit einem einfachen, aber erstklassigen frischgekochten Möhreneintopf kriegt man mich immer!

Kochst du manchmal die Rezepte vom „Dinner“ nach?
Als Tochter einer Chefköchin koche ich nicht sehr häufig nach Rezepten, allerdings hole ich mir schon gelegentlich Anregungen beim „Dinner“. Es kommt also auch vor, dass die ursprünglichen Pläne für das Abendessen über den Haufen geworfen werden und ich schnell noch mal losgehe, um etwas zu kaufen, das ich grade in der laufenden Sendung gesehen habe.

Was hast du alles vom „Dinner“ gelernt?
Zum Beispiel, wie man einen Tisch (annähernd perfekt) eindeckt und dass es sich immer lohnt, Gäste um den Tisch zu versammeln.

Wie sehen deine Arbeitstage rund um das „Dinner“ aus?
Da wir seit fast zwölf Jahren nonstop für „das perfekte Dinner“ casten, ist mein Team natürlich auch Woche für Woche mit der Recherche, den Interviews, den Kameracastings und den Präsentationsvorbereitungen beschäftigt. Das heißt, fast täglich sprechen wir über den Stand der Vorbereitungen in den verschiedenen Städten und wir haben Woche für Woche das Vergnügen, uns die Videos der potentiellen Teilnehmer anzuschauen, diese auszuwählen und sie dem Sender zu präsentieren.

Daniel Werner, die Stimme des „Dinners“

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Daniel Werner, die Stimme des „Dinners:

Wie wird man Sprecher bei „Das perfekte Dinner“?
Im Prinzip ist es nicht anders, als bei anderen Jobs auch. Man wird ausprobiert und in dem Fall war es so, dass für ein neues Doku-Soap-Format ein Sprecher gesucht wurde und meine Agentin klugerweise die Demo-CDs dem richtigen Menschen in die Hand gedrückt hatte. Es wurde für die deutsche Version von „Come dine with me“, was ein erfolgreiches Format in England war, ein Sprecher gesucht. Ich hatte so ähnliche Sachen vorher schon gemacht und das nicht wirklich mit tollem Erfolg, weil mich dieser trailerartige, plakative „Schreistil“ als Moderator immer ein bisschen gestört hat – ich konnte das auch gar nicht so gut. Deswegen habe ich Uwe Schlindwein, der das Format bei Granada damals mitentwickelt hat, gesagt: Pass auf, ich würde es gerne anders machen, nämlich so, als würde es mir in diesem Moment gerade einfallen. Das kann mal ein bisschen flapsig sein. Er sagte dann „Mach mal, mach mal!“ und dann haben wir ein oder zwei Probefolgen gesprochen. Dann hörte man erst mal nicht mehr so viel davon und plötzlich hieß es: Ja, du bist es!
 
Was ist das Erfolgsgeheimnis des Formats?
Ich denke, das Format ist so erfolgreich, weil wir darin ganz normalen Menschen bei einer ganz grundlegenden Tätigkeit zusehen, der Essenszubereitung – aber auch bei einem kulturellen Ereignis, dem Speisen. Mit Ironie und Gutmütigkeit. Es gibt was zu schmunzeln, aber auch was zu lernen: übers Kochen und über Menschen.

Wie sieht ein Arbeitstag in Ihrem Leben als Stimme für „Das perfekte Dinner“ aus?
Ein ganz normaler Tag in meinem Leben als Stimme des „Dinners“ sieht so aus: nach Köln-Deutz radeln, scherzen, das Sprecherhäuschen betreten, in die Hobbykochwelt eintauchen, hören, sehen, lesen, sprechen, das Sprecherhäuschen verlassen, scherzen, von Köln-Deutz wieder fortradeln.
Wie hat sich Ihre Rolle als Stimme des Dinners“ in den letzten Jahren entwickelt?
In den letzten „Dinner“-Jahren ist die Stimme immer mehr „sie selbst“ geworden. Ein reiner Hintergrund-Kommentator ist zu einem richtigen Menschen geworden, der dabei ist. Zwar nicht aus Fleisch und Blut, aber aus Klang, immerhin.
Was macht für Sie den besonderen Reiz Ihrer Arbeit aus?
Das Besondere daran ist die wunderbare kreative Symbiose zwischen allen an der Sendung Beteiligten. Sie macht es möglich, ganz und gar authentisch zu sein und das, glaub' ich, kommt nicht so oft im Fernsehen vor.
Wie hat Sie „Das perfekte Dinner“ persönlich und beruflich beeinflusst?
Es ist der Job meines Lebens. Ein Geschenk und eine Freude – und noch dazu immer wieder neu. Ich lerne in jeder Woche dazu.
An welche Highlights aus den vergangenen Jahren erinnern Sie sich gerne zurück?
Mein absolutes Highlight: In unserer ersten Berlin-Woche war Mona zu spät mit den Dinner-Vorbereitungen. Als ihre Gäste geklingelt haben, hat sie einfach geflötet: „Müsst noch warten!“ Und die haben dann zehn Minuten vor der geschlossenen Wohnungstür rumgestanden. Da habe ich in meinem Sprecherhäuschen laut auflachen müssen.
Mit welchem „Dinner“-Menü könnte man Sie vollends überzeugen?
Das perfekte Menü wäre für mich etwas Pfiffiges, Reichhaltiges und Fleischloses.

Man munkelt, dass Sie aufgrund Ihrer Stimme tatsächlich Heiratsanträge bekommen. Ist das wahr? Und wenn ja, schmunzelt man dann darüber oder wie ernst nehmen Sie das?
Es ist eine Wahrheit und ein Mythos gleichzeitig. Es gab sowas mal in Foren, aber in dem Moment –und das war ziemlich frühzeitig, denn wir sind ja nun schon länger im Zeitalter des Internets – als dann mein Foto geleaked wurde, war das aber von Hundert auf null vorbei mit den Anträgen (lacht). Als Sprecher ist man Stimme und man ist weniger Mensch. Das, was an Fleisch dazu gehört, löst sich dann irgendwo in Luft auf und das ist auch völlig in Ordnung. Der Klang löst Fantasien aus – gerade der der menschlichen Stimme. Da haben sich vielleicht die ein oder anderen etwas zusammen fantasiert. Ich habe in einem Interview mal gesagt: Statt Autogrammkarten sollte ich besser Tonband-Schnipsel mit meiner Stimme verschicken.

Wurden Sie aufgrund Ihrer Stimme in den ganzen Jahren auch schon mal erkannt?
Nein. Es ist auch so, dass Menschen es zum Teil gar nicht wahrhaben wollen. Wenn ich dann sage, dass ich Sprecher vom „Dinner“ bin, muss ich unter Umständen in der „Dinner“-Stimme irgendeinen Satz sagen. Dann drehen sich die Augen – oder schließen sich besser – und dann kommen sie langsam drauf. Offensichtlich ist das Visuelle doch so stark, dass man es nicht zusammen kriegt. Wobei ich aber sagen muss – das schätze ich eher als Kompliment – dass Frauen Stimmen gegenüber eine größere Sensibilität haben als Männer. 

Moritz Freiherr von Knigge

Moritz Freiherr von Knigge ist ein Nachfahr des berühmten Adolph Freiherr Knigge („Über den Umgang mit Menschen“). Der Kommunikationstrainer aus Düsseldorf erklärt, warum „Das perfekte Dinner“ nicht vom Einhalten strikter Benimmregeln abhängt.

Was sind für Sie als Benimm-Experte die goldenen Regeln für Gastgeber und Gäste?

Erst einmal möchte ich darauf hinweisen, dass ich kein Benimm-Experte bin. Ich beschäftige mich – genauso wie mein berühmter Vorfahr – nicht mit Etikette, sondern mit dem Umgang zwischen Menschen. Von strikten Benimm-Regeln halte ich nichts. Daher heißt auch mein Buch: „Spielregeln. Wie wir miteinander umgehen sollten.“ (Lübbe 2004). Das Kapitel zur Gastfreundschaft schließe ich mit folgenden zwei Grundgedanken ab: Erstens: Gastfreundschaft muss selbstverständlich und ohne große Umstände erwiesen werden. Als Gastgeber lasse niemals durchblicken, welche Opfer du für deinen Gast in Kauf nimmst! Lasse dir Gastfreundschaft gerne gefallen, glaube nicht, dich für jede Freundlichkeit revanchieren zu müssen, aber beachte, dass es eine Grenze des Zumutbaren gibt.

Am besten wird Gastfreundschaft durch Gastfreundschaft vergolten. Zweitens: Gastgeber bewirten nicht nur, sie führen auch Regie. Stelle neu eingetroffene Gäste den bereits anwesenden vor, bringe Leute miteinander ins Gespräch, sorge durch eine wohlüberlegte Tischordnung für die richtige Mischung der Gäste und vergiss nicht, dass auch zurückhaltende, stillere Gäste im Laufe des Abends zum Zug kommen möchten.

Wie plant man als Gastgeber ein perfektes Dinner?

Der Gastgeber sollte sich Gedanken darüber machen, ob die Gäste zusammenpassen. Und natürlich muss genug zu Trinken und zu Essen da sein. Ich sollte als Gastgeber einen klaren Zeitpunkt nennen und die Gäste darauf hinweisen, wenn es etwas zu Essen gibt. Es ist auch klug, eine klare Ab- oder Zusage zu verlangen. Ab einer gewissen Zahl von Gästen macht es Sinn, sich eine Tischordnung zu überlegen. Also die, die sowieso immer zusammenhängen, auseinandersetzen und sich überlegen, wo sich interessante Paarungen ergeben könnten. Ein Abend mit guten Gesprächen wird eigentlich immer als positiv bewertet.

Und was sollte tunlichst vermieden werden?

Treiben Sie nicht zu viel Aufwand. Es kann passieren, dass die Gäste davon eingeschüchtert werden und dadurch die Stimmung von Unsicherheit geprägt ist.

Wenn Sie Gäste haben, worauf achten Sie dann besonders?

Ich koche gerne und finde es toll, meine Abende mit guten Freunden und interessanten Menschen zu verbringen. Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass die gute alte Hausmannskost (Schweinebraten, Eintopf etc.) besonders gut ankommt. Gastgeber sein heißt aber nicht nur, Menschen für einen Abend einzuladen. Wenn Freunde von mir in meine Stadt kommen, freue ich mich, wenn sie bei mir anstatt in einem Hotel übernachten. Genauso mache ich das auch, wenn ich reise.

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